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12. Dezember 2018

Das „Wunder von Goražde“ und eine 40-jährige Freundschaft: EMKA Gruppe integriert hochmodernen Formenbau

EMKA

Mit dem Kauf der Firma Bekto Precisa aus Goražde in Bosnien-Herzegowina hat EMKA einen weiteren Meilenstein seiner Unternehmensgeschichte bekanntgegeben. Die neue Firma wird unter dem Dach der EMKA Gruppe den Namen EMKA Bekto tragen. Durch die Übernahme wächst der weltweite Mitarbeiterstamm von EMKA auf rund 2.100 Kolleginnen und Kollegen. Damit nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die 1989 begann, eine dramatische Wendung während des Bosnien-Krieges in den 90ern nahm und sich in den 2000ern zu einem „Wunder“ entwickelte.

EMKA Bekto fertigt in erster Linie Formen sowie Spritzgussteile für die Automobil- und Elektroindustrie. Im Bereich Formenbau gehört das Unternehmen sogar zu den weltweit führenden Herstellern. EMKA selbst lässt dort seit vielen Jahren seine Formen für Kunststoffspritzguss und Zinkdruckguss fertigen. Mit der Übernahme wächst nun zusammen, was zusammengehört, wie die spannende Geschichte dieser Unternehmensentwicklung seit 1988 zeigt: Damals arbeitete Redzo Bekto in seiner Firma R&B Werkzeugbau in Wuppertal und belieferte EMKA mit Spritzguss-Formen. Dort lernte er auch EMKA-Chef Friedhelm Runge kennen. 1990 zog es Bekto zurück in seine bosnische Heimat Goražde mit dem Ziel, einen eigenen Fertigungsstandort für den Formenbau aufzubauen: Er gründete in Goražde die Firma Bekto International d.o.o. 

Flucht während des Bosnienkrieges

Zwei Jahre später schlug die Bosnische Geschichte ein dunkles Kapitel auf: Der Bosnien-Krieg begann und sollte eine jähe Zäsur in der bis dato gut gestarteten Entwicklung der Firma Bekto International sein. Einige der unzähligen während des Krieges abgeworfenen Bomben trafen auch die Fertigungshallen in Goražde. Redzo Bekto und 40 Mitarbeiter mussten fliehen. Friedhelm Runge unterstützte die Flucht und den Neuaufbau der Firma Bekto International in St. Michael im Österreichischen Burgenland. Nach Kriegsende packte Redzo Bekto erneut die Sachen und ging mit Mannschaft und Maschinen zurück nach Goražde. 

„Das Wunder von Goražde“

In den Folgejahren konnte sich die Firma endlich in relativ ruhigem Fahrwasser entwickeln, auch wenn die politischen Unruhen im Land noch nachhallten. Die Zusammenarbeit zwischen Bekto und Runge wurde immer intensiver. 2005 schließlich übernahm Runge nach zehnjährigem Joint Venture sämtliche Anteile an der Bekto International d.o.o. und integrierte diese in die EMKA Gruppe. Bekto gründete zeitgleich seine neue Firma Bekto Precisa. Bis 2013 baute EMKA sein Werk in Bosnien immer weiter aus. Schließlich investierte EMKA nur wenige Kilometer entfernt vom bisherigen Standort 11 Millionen Euro in ein komplett neues Werk. Die Fertigung auf einer Produktionsfläche von jetzt 20.000 m² lief im September 2015 erfolgreich an. Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte Bekto Precisa mit dieser Geschichte durch den ARD-Bericht „Das Wunder von Goražde“, unter anderem weil das Unternehmen ein außergewöhnliches Wachstum vorweist, von dem die gesamte Region seit Jahren stark profitiert. Mit heute 150 Mitarbeitern im Formenbau, davon 35 Ingenieuren für die Entwicklung, Konstruktion und CNC-Programmierung, und der Fertigung von jährlich mehr als 900 Formen für den Kunststoffspritzguss und Zinkdruckguss ist EMKA Bekto heute einer der größten und modernsten Formenbauer Europas. 

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Marius Schenkelberg

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