Ob privat oder beruflich – Der Mensch setzt sich in jedem Abschnitt seines Alltags Ziele. Im Marketing kommen immer öfter die sogenannten SMART-Ziele zum Einsatz. Diese machen den Erfolg wahrscheinlicher. Wie können Sie die SMART-Ziele für Ihre Kommunikation nutzen?

Ein Unternehmen sollte sich immer wieder neue Ziele setzen, um erfolgreich zu bleiben. Dabei sind unrealistische Wunschvorstellungen zu vermeiden. Die Ziele müssen erreichbar, klar definiert und umsetzbar sein. Im Marketing bedient man sich der sogenannten SMART-Ziele – der ideale Startschuss für ein kommunikatives Vorhaben.

Wofür braucht man SMART-Ziele?

Die SMART-Formel dient zur eindeutigen Definition von Zielen im Rahmen einer größeren Zielvereinbarung. Genauer gesagt, sollten Sie Ihr Vorhaben in verschiedenen Kategorien definieren und den Erfolg in regelmäßigen Abständen kontrollieren. Diese Methode ist besonders für komplexe und langfristige Ziele sinnvoll. Auf dem Weg zur Erfüllung der Vorgaben können Sie bei Bedarf auch Anpassungen vornehmen.

Aber auch bei zeitlich straff terminierten oder schwierigen Projekten können Sie mit SMART-Zielen arbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Ziele bei Social Media oder in Ihrem Content Marketing handelt.

 

Wofür steht die SMART-Methode?

Die Bezeichnung SMART ist ein Akronym und steht für die fünf Kriterien, denen ein formuliertes Ziel entsprechen muss:

  • S steht für spezifisch
  • M steht für messbar
  • A steht für ansprechend/akzeptiert
  • R steht für realistisch
  • T steht für terminiert

Die neu definierten Ziele sollten also spezifisch, messbar, ansprechend/akzeptiert, realistisch und terminiert sein.

 

Bevor Sie mit den smarten Zielen loslegen …

Bevor Sie Ihre SMART-Ziele formulieren, muss die Ausgangssituation klar sein. Sind die Ziele, die Sie durch die SMART-Formel definiert wollen, überhaupt aus der derzeitigen Situation erreichbar? Wenn es beispielsweise um ein Verkaufsziel geht, muss vorher klar sein, ob Ihre Vertriebsmöglichkeiten ausreichen, um die gewünschte Absatzmenge zu erreichen.

Welche Schritte liegen auf dem Weg zu Erfüllung Ihrer Ziele? Und wie viel Zeit nehmen einzelne Maßnahmen ein? Diese Fragen sollten zuerst geklärt werden. Mit den daraus gewonnenen Informationen können die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Wenn alle Fragen geklärt sind, können Sie Ihr Ziel nach den fünf Kriterien aufschlüsseln.

 

S wie „spezifisch“

Zuallererst sollte Ihr Ziel so spezifisch wie möglich formuliert sein. Doch was heißt spezifisch in diesem Kontext? Sie müssen genau definieren, um welche Erfolgsparameter es geht. Unspezifische Vorgaben führen oft in die falsche Richtung und sorgen letztendlich für kostspieligen Mehraufwand. Stellen Sie deshalb sicher, dass alle Mitarbeiter das Ziel genau verstehen und ihre Kräfte in die gleiche Richtung fokussieren.

Ist das Ziel für alle klar formuliert? Oft genug kommt es vor, dass die Meinungen der Führungskräfte und ihrer Mitarbeiter in diesem Punkt nicht übereinstimmen. Das passiert, wenn die Vorstellungen über die passende Vorgehensweise unterschiedlich sind. Deshalb müssen Sie zwar genau formulieren, was Sie erwarten, aber zeitgleich auch im Dialog mit Ihren Mitarbeitern stehen.

Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern daher frühzeitig über Ihre Ziele und klären Sie das Vorgehen mit ihnen. Das steigert die Motivation und erhöht die Erfolgschancen erheblich.

 

Um den Weg zum Ziel vorzuzeichnen, sollten die folgenden sechs W-Fragen beantwortet werden:

  • Wer: Wer ist wichtig für die Umsetzung meines Unternehmensziels
  • Was: Was ist mein gewünschtes Resultat?
  • Wo: Auf welchen Unternehmensbereich bezieht sich Ihr Ziel?
  • Wann: Wann muss Ihr Ziel erreicht sein?
  • Wie: Welche Ressourcen werden Sie für die Erfüllung nutzen?
  • Wieso: Wieso wollen Sie dieses Ziel erreichen?

 

M wie „messbar“

Es lohnt sich, den Weg zu Ihrem Ziel in mehrere kleine Etappen einzuteilen. So verlieren Sie das Ziel auf Dauer nicht aus den Augen. Mit mehreren kleinen Meilensteinen ist es einfacher, Ihren bisherigen Erfolg zu messen. Das erhöht zum einen die Moral und zum anderen wissen Sie immer, wo Sie stehen. Eine eindeutige Messung des Fortschritts ist allerdings nur bei quantitativen Zielen wie spezifischen Verkaufszielen möglich. Schreiben Sie:

  •  „Wir wollen unseren Gewinn um 30 % steigern“ anstatt „Wir wollen mehr Gewinn erzielen.“
  • „Wir wollen täglich 50 neue Follower auf unserer Instagram-Seite“ anstatt „Wir wollen mehr Follower bei Instagram.“

Je konkreter die Meilensteine formuliert sind, desto besser.

Um zu überprüfen, ob Sie sich Ihrem Ziel nähern, sollten Sie regelmäßig quantitative Daten erheben und analysieren. So können Sie die Leistung spezifischer Marketingstrategien beurteilen und ob Sie damit Ihr Ziel erreichen.

 

A wie „ansprechend“ und „akzeptiert“

Damit Sie Ihr Ziel erreichen können, sollte es ansprechend und akzeptiert sein. Ihre Mitarbeiter sollen Ihre Zielvereinbarung akzeptieren und sich selbst an dieses Ziel binden. Um das zu erreichen, sollten die Angestellten bei der Zielerarbeitung mit einbezogen werden.

Beraten Sie sich mit den einzelnen involvierten Abteilungen. So bekommen Sie auch genaue Informationen, was überhaupt machbar ist. Es ist sehr kontraproduktiv, wenn die Zielvorstellung den Überzeugungen Ihrer Mitarbeiter widerspricht. Eine Folge sind demotivierte Angestellte, die immer wieder in Richtung der Zielvorgaben „gepusht“ werden müssen.

Weiterhin können Sie die Mitarbeiter auch an der Entscheidung teilhaben lassen, indem Sie ihnen mehrere Zielvarianten zur Auswahl stellen. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Ziele immer positiv formuliert sind. Es sollte bei der Zielsetzung also nie darum gehen, was nicht getan oder vermieden werden soll. Im Fokus steht idealerweise immer eine positive Veränderung. So stellen Sie sicher, dass Ihre Ziele auch für alle ansprechend sind.

 

R wie „realistisch“

Ihr Ziel sollte immer realistisch sein. Mit abwegigen Zielvorgaben werden Sie in Ihrer Belegschaft keine bis wenig Unterstützung erhalten. Die Folge: Ihre Angestellten sind nicht mit 100 % dabei, wenn es um die Umsetzung geht. Das macht es noch schwerer, das gestellte Ziel zu erreichen. Wenn Ihre Mitarbeiter nicht das Gefühl haben, das Ziel sei zu erreichen, wirkt das demotivierend. Deshalb sollten Sie sich immer fragen: Wie sinnvoll ist mein Ziel?

Zeitgleich sollten die gesteckten Ziele nicht zu einfach zu erfüllen sein. Wie das richtige Maß finden? Bei einer angepeilten Leistungssteigerung können Sie sich zum Beispiel am Wachstum des Marktes orientieren. Oft hat ein Unternehmen keine andere Wahl, als diesen Schritt mitzugehen, um nicht hinter die Konkurrenz zurückzufallen. Hohe Ziele sind gut und steigern die Motivation, solange sie nicht unrealistisch sind.

Ihre Ziele sind nur dann realistisch, wenn Sie sie mit den verfügbaren Ressourcen auch erreichen können.

 

T wie „terminiert“

Ihr Ziel sollte terminiert sein. Das heißt im Klartext: Legen Sie einen Zeitrahmen für das Erreichen Ihres Ziels fest. Nur so ist es möglich, die gewünschten Ergebnisse zu liefern. Eine zeitliche Vorgabe sorgt dafür, dass Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren oder sich von anderen Aufgaben ablenken lassen. 

Bei der Definition des Zeitrahmens sollten Sie sich an vergangenen Erfahrungen orientieren oder die Meinung von Experten einholen. Dabei unterscheidet man zwischen taktischer, operativer und strategischer Zielsetzung:

  1. Taktisch: Das Ziel soll in der Zeitspanne bis zu einem Jahr erfüllt werden.
    • Beispiel: „Im 1. Quartal sollen mindestens drei unterschiedliche Arten von umfassenden Marketingmaterialien pro Monat produziert werden.“
  2. Operativ: Das Ziel liegt in einer Zeitspanne zwischen einem und drei Jahren.
    • Beispiel: „Ende des Geschäftsjahrs 2023 soll sich der Umsatz durch die Verbesserung unserer Beratungsleistung um zwanzig Prozent gesteigert haben.“
  3. Strategisch: Das Ziel liegt in einem Zeitrahmen der über drei Jahre hinaus geht.
    • Beispiel: In fünf Jahren soll unser Unternehmen zu den drei führenden Anbietern in der deutschen Logistik-Branche gehören.

All diese Ziele haben einen klaren zeitlichen Rahmen, was verhindert, dass Sie sich während der Umsetzung von anderen Herausforderungen im Tagesgeschäft ablenken lassen.

 

So sollte ein SMART-Ziel aussehen

Damit wissen Sie, wie Sie SMART-Ziele definieren. In der praktischen Anwendung formulieren Sie Ihr Projektziel zuerst in einigen wenigen Sätzen. Dann wenden Sie jede der fünf SMART-Kriterien an. In diesem Beispiel geht es um die geplante Veröffentlichung eines Blogs als Teil Ihrer Marketing-Strategie. Die Beiträge sollen sich rund um die Produktivität in der Stahlindustrie drehen:

  • Spezifisch: Ihr Blog wird in sechs Wochen veröffentlicht. Die Zielgruppe besteht aus Unternehmen in der Stahlindustrie. Mit den Blogbeiträgen zum Thema Prozessoptimierung in der Herstellung soll der Zielgruppe geholfen werden die Produktivität ihrer Firmen zu steigern. Dadurch soll die Besucheranzahl auf Ihrer Webseite innerhalb eines Jahres um 10 Prozent steigen.
  • Messbar: Zum Start soll der Blog sechs Artikel mit jeweils mindestens 500 Wörtern umfassen. So stellen Sie sicher, dass in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung genügend Inhalte vorhanden sind. Weiterhin definieren Sie ein Zwischenziel. So soll der Blog 800 Besucher in den ersten sechs Monaten haben.
  • Ansprechend/Akzeptiert: Es handelt sich bei dem Blog um eine Ansammlung ansprechender Themen. Auch die Rückmeldungen zu Ihrer Idee sind positiv. Ihre Kollegen/Angestellten unterstützen Sie bei dem Vorhaben.
  • Realistisch: In den ersten fünf Wochen können Sie die sechs Artikel verfassen. In der verbleibenden Woche kümmern Sie sich um die Bereitstellung der Inhalte auf Ihrer Webseite.
  • Terminiert: Das Ziel ist in fünf Wochen erreicht. Diesen Zeitraum unterteilen Sie in mehrere Zwischenziele.

 

Behalten Sie Ihre Kreativität

Die SMART-Methode ist eine einfach strukturierte und prinzipiell leicht anzuwendende Strategie. Auch kann Sie vom Studenten bis zum Geschäftsführer für jede Zielsetzung genutzt werden. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Sie am Ende ausschließlich in den Kriterien der Methode denken. Aus diesem Grund sollten Sie Ihr kreatives Denken auch bei dieser Strategie nicht abschalten. Nicht jede Ausgangssituation ist zu 100 Prozent für die Ausführung der SMART-Methode geeignet.

 

Fazit: Ziele einfacher erreichen mit der SMART-Methode

Die SMART-Methode unterstützt Sie bei mehr als nur der Formulierung eines einfachen Ziels. Mit ihrer Hilfe können Sie sich auf die Fragen konzentrieren, die Sie für die Entwicklung einer erfolgreichen Strategie benötigen. Ihnen wird es viel einfacher fallen, Ihre Ziele zu erreichen, wenn sie spezifisch, messbar, ansprechend, akzeptiert, realistisch und mit einer Deadline versehen sind. Unser Fazit: Smarte Ziele bringen Ihre Kommunikation voran.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

*

code