Geringes Suchvolumen, uneinheitliche Begrifflichkeiten und erklärungsbedürftige Produkte – SEO im B2B bringt einige Besonderheit mit sich. Doch gerade für B2B-Unternehmen mit Nischenprodukten lohnt sich die Suchmaschinenoptimierung, um bei Google und Co. Sichtbarkeit, Relevanz und Reichweite aufzubauen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Was ist SEO?

SEO steht für Search Engine Optimization – Suchmaschinenoptimierung. Damit ist schon vieles gesagt: SEO beschreibt alle nötigen Maßnahmen und Strategien, um die eigenen Inhalte so zu gestalten, dass sie von Suchmaschinen als relevant eingestuft werden. Dafür werden Sie von Google & Co mit einem vorderen Platz in den Suchmaschinenergebnissen (Search Engine Result, kurz SERP) belohnt.

Einen Platz auf der ersten Seite von Google (Top 10 SERPs) inne zu haben, bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Klick auf Ihren Inhalt mit jeder Position steigt. Es geht also darum, die unbezahlte (organische) Sichtbarkeit für die Suchmaschine zu erhöhen.

5 Gründe, warum Sie SEO in Ihrer B2B Kommunikation nutzen sollten

  1. Mehr Sichtbarkeit

Drehen wir den Spieß einmal um, und stellen uns vor, Sie suchen via Suchmaschine nach Informationen. Auf welche Suchergebnisse klicken Sie? Auf die, denen Sie auf der ersten Seite begegnen oder denen auf Seite 2 der Ergebnisliste?

Logisch also, dass auch Sie als B2B-Unternehmen mit relevanten Inhalten einen Platz auf den vorderen Plätzen gefunden werden sollten. Je besser die Position, desto höher die Klickrate und desto mehr Traffic.

Zur Veranschaulichung: Bei Google liegt die durchschnittliche Klickrate auf den ersten Treffer bei 28,5%, beim zweiten Treffer bei gerade einmal 15,7%. 11,00% bleiben für den dritten Treffer und auf den zehnten Treffer klicken nur noch 2,5% der Sucher. Ziel ist es also, Ihren Suchtreffer so weit wie möglich nach oben zu bringen.

  1. Reputation aufbauen

Es gibt für jede Branche Interessierte und eine Zielgruppe, die nach einer Lösung für ein Problem suchen. Für die einen Bereiche mag die Zielgruppe etwas größer sein, für andere etwas kleiner. Bestimmen Sie also Ihre Buyer Personas und erstellen Sie gehaltvolle Inhalte für sie.

Wenn Sie zu einer Suchanfrage den besten Content liefern und wertvolles Wissen teilen, wirkt sich dies unmittelbar auf Ihren Expertenstatus aus. Der Anspruch sollte hier sein:

Erstellen Sie umfassende Themenwelten. Nach einem Besuch auf Ihrer Website, sollen alle (grundlegenden) Fragen des Nutzers beantwortet sein.

Diese Themenwelten erreichen Sie u.a. indem Sie Pillar Pages erstellen. Dabei handelt es sich um eine Seite, die sich holistisch mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt und alle Aspekte hierzu aufgreift. Von hier aus werden weiterführende Inhalte (Cluster Content) verknüpft und verlinkt, die den Leser durch Ihre Themenwelt hindurchführen.   

Durch hochwertige und fachlich fundierte Inhalte beeinflussen Sie Ihren E-A-T – Wert positiv, der sich auf Ihr Ranking auswirkt.  E-A-T steht für: Expertise, Autorität und Trust.

Expertise ist gleichzusetzen mit Wissen und Erfahrung. Autorität beschreibt Ihre Bekanntheit oder die Ihrer Website zu einem bestimmten Themenbereich. Und Trust steht für die Glaubwürdigkeit, die Sie mit Ihren Inhalten und Ihrem Online – Auftritt rüberbringen.

Der E-A-T-Wert dient als Richtlinie für die Bewertung von Suchergebnissen. Die Analyse dieses Werts bezieht sich auf Ihren Hauptcontent. Auch wenn im Rahmen der E-A-T Messungen stattfinden, handelt es sich vielmehr um ein Konzept, nach dem man digitale Inhalte aufbauen sollte. Google und Co geben bislang keine Hinweise darauf, welche Kriterien im Einzelnen Auswirkungen auf eine positive E-A-T-Bewertung haben.

Dennoch sollten Sie beim Erstellen Ihrer Inhalte stets den Anspruch im Hinterkopf behalten, für Expertise, Autorität und Glaubwürdigkeit stehen zu wollen. Denn damit erfüllen Sie genau den Anspruch, den Suchmaschinen an guten Content stellen: Inhalte, die nach den E-A-T-Werten streben (frei von Fehlinformationen, zuverlässige Quelle und Mehrwert für den Leser), erhalten eine positivere Bewertung, als die, die das nicht liefern.

  1. Hoher ROI

Die Investitionen in Suchmaschinenoptimierung lohnen sich und wirken sich durch einen hohen ROI (Return on Investment) für Sie aus. Suchmaschinenoptimierte Inhalte führen zu einer hohen Sichtbarkeit und Reputation. Mittelfristig bringen Ihre Inhalte mehr organische Nutzer auf Ihre Website als für das gleiche Investment bei Google Ads. Zudem hilft Ihnen SEO dabei, durch passgenauen Content für die Suchanfragen Ihrer Persona in der jeweiligen Customer Journey Phase, Leads zu generieren.

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  1. Messbarkeit

Erfolge, die aus SEO – Maßnahmen resultieren, sind messbar. Sie können stets nachverfolgen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder nachjustieren müssen. Zu den KPIs zählen hier beispielsweise das Ranking, der Sichtbarkeitsindex, die Anzahl der Klicks (also der reale Traffic), die Click Through Rate (CTR) oder auch Conversions, die Sie aus Ihren Inhalten generiert haben.

  1. Der Wettbewerb schläft nicht

Ihre Mitbewerber betreiben wohlmöglich längst SEO. Zeigen Sie, dass auch Sie ein Experte in Ihrem Bereich sind. Lassen Sie sich nicht abhängen. Sie verlieren dann nicht nur den Anschluss, sondern auch die wertvolle Chance, Traffic, Kontakte, Kunden und Aufmerksamkeiten zu erzielen.

Besonderheiten von SEO in der B2B-Kommunikation

Im B2B haben die Keywords, nach denen gesucht wird, wesentlich weniger Suchvolumen als zum Beispiel im B2C Bereich. Die Konkurrenz im B2C-Bereich ist damit viel höher. Teilweise gibt es auch relevante Begriffe, für die keine Daten zu ermitteln sind. Gründe hierfür sind:

 

  1. Geringerer Suchmarkt

Nach „Wintermantel“ wird sicher häufiger gesucht als nach „Schweißmanagement-System“

  1. Semantik im B2B ist uneinheitlich

Während eine Person nach „Businesspark“ googelt, sucht ein anderer wohlmöglich nach dem Begriff „Gewerbepark“ – beide Personen haben aber das gleiche Ziel.

  1. Es gibt nicht nur eine Suchmaschine

Nicht jeder nutzt Google als die eine Wissensquellen. Nutzer greifen wohlmöglich auch auf andere Suchmaschinen zurück.

Hinzu kommt, dass viele B2B-Unternehmen noch kein SEO betreiben. Das erhöht Ihre Erfolgschancen, sich erfolgreich in den Suchergebnissen zu positionieren.

Nun kommt das ABER: In der Branche findet ein Umdenken statt. Beschleunigt durch die Coronapandemie treiben immer mehr Unternehmen ihre Digitalisierung voran. Dazu gehören auch zeitgemäße Webauftritte und SEO als fester Teil einer Digital-Marketing-Strategie.  

Grundlagen: Wie funktioniert SEO im B2B?

Suchmaschinen honorieren es, wenn Inhalte ein optimales Leseerlebnis bieten. Daher ist es wichtig, den Content so aufzubereiten, dass er …

  • den Nutzer inhaltlich voll überzeugt
  • leicht zu konsumieren ist
  • so strukturiert ist, dass er von der Suchmaschine leicht bewertet werden kann

Mehrwert ist außerdem ein wichtiges Stichwort in Punkto SEO: Suchmaschinen wie Google sind inzwischen sehr gut darin, zu erkennen, ob ein Beitrag Expertenwissen, fachliche Tipps und auf die Zielgruppe abgestimmtes Wissen enthält oder inhaltlos ist (Thin Content). Machen Sie es zu Ihrem Anspruch, Ihr Experten-Wissen mit anderen teilen zu wollen.

Schneiden Sie Ihren Content auf Ihre Buyer Personas zu. Für welche Fragestellung oder Herausforderung sind Sie der Problemlöser? Finden Sie zum Beispiel mit Hilfe Ihrer Vertriebler heraus, wonach Ihre Kunden suchen. Nach welchen konkreten Schlagworten und Fragestellungen googeln sie? Welche Fachbegriffe spielen eine Rolle? Haben Sie sich diesen Überblick verschafft, gilt es, Inhalte mit dem optimalen Mehrwert zu erstellen und sich online den Expertenstatus aufzubauen, den Sie auch offline erfüllen.

Konzentrieren Sie sich bei der Erstellung Ihrer Inhalte auf EIN Focus Keyword. Verwenden Sie zudem Nebenkeywords, die zu Ihrem Thema passen. Aber Achtung: Qualität steht hier vor Quantität. Die Zeiten, in denen Sie Ihre Texte mit Keywords für gute Rankings vollstopfen konnten, sind längst vorbei. (Näheres zum Focus Keyword erfahren Sie im Kapitel [Inhaltliche SEO])

Neben Keywords sollten Sie mit treffenden (Zwischen-)Überschriften arbeiten. Hier ist von durchnummerierten H-Überschriften die Rede. Die H1 steht dabei für Ihre Hauptüberschrift. Jede weitere Zwischenüberschrift ist eine H2-Überschrift. Darunter eingeordnete Überschriften sind dementsprechend H3, H4, …

H1 Das perfekte Weihnachtsgeschenk

H2 Wie Sie das perfekte Weihnachtsgeschenk finden

H3 Unsere Tipps: Online-Adressen

H2 Worauf Sie beim Schenken achten müssen

H3 Kulturelle Aspekte

H4 Ernährung

H4 Religion

Usw.

 

Die Überschriften können in Ihrem entsprechenden Content-Management-System formatiert werden. Die Suchmaschine erkennt Sie dann wieder. Neben der Relevanz der Überschriften für Suchmaschine sorgt ein gut durchstrukturierter Beitrag auch für ein positives Leseerlebnis beim Nutzer.

Tipp:

  1. Nutzen Sie auch in den Überschriften Ihr Keyword.
  2. Formulieren Sie eher längere, sprechende Headlines.
  3. Stellen Sie in den Überschriften konkrete Fragestellungen oder Lösungen bereit.

 Worauf es bei der Erstellung von SEO Content im B2B ankommt

  • Sie bieten den besten Content zu einem Thema.
  • Ihre Texte sind leicht zu lesen.
  • Die Überschriften bringen auf den Punkt, worum es geht.
  • Der Teaser muss Lust auf mehr machen.
  • Ihre Texte sind gut strukturiert.
  • Alle Onpage-Kriterien sind berücksichtigt.
  • Sie bieten Elemente, die zum Teilen anregen.

 

SEO-Begriffe, die Sie kennen müssen

Üblicherweise wird SEO in zwei Kategorien eingeteilt.

Onpage

Onpage SEO umfasst die Maßnahmen, die direkt auf der Seite stattfinden, die optimiert werden soll. Dazu gehören:

  • Content
  • Title und Meta Description
  • Struktur der Website (Menüführung, Navigation, interne Verlinkungen)
  • Keyword- und Themenschwerpunkte

Offpage

Hier geht es um alle Maßnahmen, die im Hintergrund passieren:

  • Linkbuilding/Aufbau von Backlinks
  • Externe Verlinkungen (z.B. von Social Media auf Ihre Seite)

Neben der Unterscheidung zwischen Onpage und Offpage wird in der SEO-Welt auch zwischen inhaltlicher und technischer SEO unterschieden. Was sich darunter verbirgt und welche Aspekte Sie jeweils beachten müssen, erfahren sie jetzt. 👇

 Inhaltliche SEO

Bei der inhaltlichen Suchmaschinenoptimierung handelt es sich um alle Maßnahmen, die Sie direkt an Ihrem Content vornehmen. Dazu zählt vor allem der konkrete Inhalt (Blog-Beitrag, Webseiten-Texte, Produkt-Beschreibungen, Leitfäden, Pillar-Pages usw.). Im Fokus soll dabei immer das relevante Focus Keyword (z.B. Gewerbeimmobilie oder auch Phrasen wie Gewerbeimmobilie mieten) stehen.

Bei dem Focus Keyword handelt es sich um das Schlagwort des Contents. Es bringt das Thema des Inhalts (Produktbeschreibung, Dienstleistung, Blogartikel usw.) detailliert auf den Punkt. Damit zeigen Sie der Suchmaschine, worum es in Ihrem Inhalt geht. Suchmaschinen nutzen Keywords, um Seiten inhaltlich einzuordnen.

Mittels Recherche und Konkurrenzanalyse lässt sich ein Set aus weiteren verwandten Keywords erstellen. Bei der Zusammenstellung dieses Sets helfen Ihnen Tools, die wir Ihnen im Laufe des Beitrages noch näher vorstellen.

Suchmaschinen wie Google erkennen durch die entsprechenden Keywords, dass Ihr Inhalt mit einem Thema zusammenhängt. Anhand weiterer Kriterien analysiert die Suchmaschine dann, ob der Inhalt einen Mehrwert für die Suchanfragen der Zielgruppe bietet. Ist das der Fall, ordnet sie Ihre Seite weiter oben in den Suchergebnissen ein.

Zu diesen weitereb Kriterien gehören Nutzersignale (Verweildauer, Aktivität auf der Seite etc.) aber auch die Lesbarkeit Ihres Textes. Um diese Aspekte zu messen, können ebenfalls verschiedene Tools behilflich sein. Mit den daraus entstehenden Daten ziehen Sie wertvolle Rückschlüsse und Learnings, um damit Ihre Seite stetig weiter zu optimieren.

Beachten Sie auch das Suchvolumen Ihres Keywords. Bei dem Suchvolumen handelt es sich um die Anzahl der monatlichen Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff.

Das Suchvolumen unterscheidet sich im B2B-Bereich insofern von B2C-Suchanfragen, als dass das Suchvolumen für bestimmte Begriffe viel geringer oder teilweise gar nicht vorhanden ist. Das ist aber keinesfalls nachteilig. Es verschafft Ihnen vielmehr einen Vorsprung und die Chance, sich schnell gut positionieren können. Sie müssen sich gegen viel weniger Online-Konkurrenz durchsetzen und können schneller auf einem der Top Plätze der Suchergebnisse einsteigen.

Wichtig dabei ist, dass der Begriff für Ihr B2B Unternehmen relevant ist. Beachten Sie, dass ein Suchbegriff mit geringem Suchvolumen keine großen Traffic-Ströme erzeugen wird. Wenn unter den Suchenden nur ein Interessent ist, den Sie von Ihren Leistungen und Produkten überzeugen können, hat sich der Aufwand schon gelohnt.

Technische SEO

Unter technischer SEO verstehen sich alle Maßnahmen, die Ihre Seite darauf vorbereiten, überhaupt auf Suchmaschinen ranken zu können. Keine Panik, sollten Sie sich hier entsprechende Vorkehrungen nicht zutrauen.

Technische SEO wird meist von gut ausgebildeten Online Marketern, den Entwickler der Website oder einer Agentur übernommen. Die technische SEO wirkt damit eher vorbereitend. Sie ebnet den Weg für die Entfaltung der inhaltlichen SEO.

Halten Sie also unbedingt Rücksprache mit Ihren Ansprechpartnern aus der IT und Ihrer Marketing-Abteilung, die Ihnen bei der technischen Optimierung Ihrer Website behilflich sein werden.

Folgende Aspekte sind im Rahmen der technischen SEO relevant:

  • Richtige Servereinstellung

Dazu zählen Ladegeschwindigkeiten, Verschlüsselungen, Zertifikate.

  • Mobile Optimierung

Eine sehr wichtige Disziplin. Nutzer rufen Webseiten immer häufiger auf mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet) auf und auch Google verfolgt die Mobile-first-Strategie. Die mobile Optimierung stellt sicher, dass Ihre Website auch auf mobilen Geräten stabil und störungsfrei läuft.

  • Crawling

Crawling sichert den Suchmaschinen-Bots Zugang zu Ihrer Website.

  • Quellcodes

Dieser Bereich wird von Entwicklern und Programmierern gepflegt. Ein sauberer Quellcode ist Voraussetzung für alle Bereiche der technischen SEO.

  • User Experience

Ein wichtiger Bereich, der auch in Ihre Rankings mit einfließt. Er beschreibt, wie gut und unkompliziert, sich User auf Ihrer Website zurechtfinden. Dazu zählen sowohl technische Funktionen als auch das Design oder Ladegeschwindigkeiten oder die Bedienbarkeit.

Erste Schritte: Womit Sie bei Ihrer Suchmaschinenoptimierung beginnen sollten

Womit sollten B2B-Untenehmen beginnen, wenn Sie erste Schritte in der SEO machen möchten? Die Optimierung des Snippets kann teilweise schon mächtige Auswirkungen haben. Denn nach wie vor ist der Title einer der wichtigsten Rankingfaktoren.

 Snippet

Das Snippet ist eine Vorschau der Suchergebnisse. Title Tag, Meta Description und URL bilden gemeinsam das Snippet, also den ersten Schnipsel, den die Nutzer in der Suche angezeigt bekommen. Sie können den Nutzer mithilfe des Snippets überzeugen, Ihren Inhalt anzuklicken. Achten Sie daher darauf, den Titel und die Beschreibung präzise zu formulieren. Wecken Sie Neugierde. Aber: Fassen Sie sich kurz und bleiben sie konkret. Wenn der Leser nicht auf den ersten Blick erkennt, was ihn erwartet, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er Ihnen einen Visit auf Ihrer Seite schenkt.

 Title Tag

Der Title Tag ist das, was wir in der Suchergebnissen sehen, wenn wir nach bestimmten Informationen suchen. Er wird außerdem angezeigt, wenn einer Ihrer Inhalte durch einen Link in Social Media geteilt wird.

Der Title muss unbedingt Ihr Focus Keyword enthalten. Er ist ein wichtiger Rankingfaktor für Google und Co. Außerdem ist der der Title entscheidend dafür, ob wir einen Suchtreffer als relevant erachten und anklicken oder weiter scrollen.

Diese Aspekte sind außerdem ausschlaggebend für einen erfolgreichen Title:

  • Der Title sollte Kombinationen von Keywords enthalten, nach den Nutzer suchen (z.B. „neue Schweißmaschine anschaffen“).
  • Der Title muss einzigartig sein.
  • Den Marken/Unternehmensnamen nur dann verwenden, wenn er bei der Entscheidung zu einem Klick wirklich hilfreich ist.
  • Es kommt auf die richtige Länge

Die maximale Länge beträgt 70 Zeichen, optimal liegt er zwischen 55 und 65 Zeichen.

Es wird empfohlen, die Title-Länge eher an der Untergrenze zu halten. Es kam und kommt immer wieder vor, dass Google die Titlelänge kürzt. Überschüssiger Text wird von den Suchmaschinen abgeschnitten und als „…“ angezeigt.

Exakter als die Zeichenlänge ist es, in Pixeln zu messen. Das rührt daher, dass die Textgröße und Schriftart zwischen Desktopversionen und mobilen Versionen variieren. Außerdem benötigen die Buchstaben W oder M beispielsweise mehr Pixel als I. Daher ist es nicht pauschal zu sagen, ab welcher Zeichenlänge der Title zu lang ist. Dennoch kann 55-65 Zeichen als Richtwert angesehen werden. Als Richtwert für die maximale Pixellänge gilt 524 Pixel.

Meta Description

Die Meta Description befindet sich direkt unter dem Title Tag.

Sie ist zwar nicht direkt relevant für das Ranking, trägt aber entscheidend dazu bei, ob der Leser das Suchergebnis anklickt oder nicht. Das Anklicken wirkt sich positiv auf die CTR (Click-Through-Rate) aus. Die ist eine Kennzahl im Online-Marketing, die die Anzahl der Klicks auf Suchtreffer im Verhältnis den gesamten Impressionen misst. Die Klickrate gilt als messbares Erfolgsmaß. Der Mehrwert muss also durch die Meta Description deutlich werden. Stellen Sie heraus, weshalb der Leser sich Ihren Inhalt nicht entgehen lassen darf und Sie als Unternehmen unbedingt kennenlernen sollte.

Diese Aspekte sind außerdem ausschlaggebend für eine erfolgreiche Meta Description:

  • Das Keyword sollte enthalten sein, damit die Suchmaschine bei der Suche auf die Description zurückgreift.
  • Die maximale Länge liegt bei 160 Zeichen, als optimaler Wert gilt 150-155 Zeichen. Überschüssiger Text wird auch hier abgeschnitten und als „…“ angezeigt.
  • Vermitteln Sie in der Description Ihren USP oder herausragende Produktmerkmale. Damit heben Sie sich von der Konkurrenz ab.
  • Bauen Sie einen CTA (Call-to-Action) ein. Damit motivieren Sie den Nutzer zum Klick.
    Beispiele: „hier klicken“, „jetzt mehr Infos erhalten“
  • Auch die Description soll einzigartig Eine Überprüfung ist durch die Google Search Console möglich.

Nachfolgend ein Negativbeispiel für Title und Meta Description. Hier ist es unwahrscheinlich, dass der Nutzer den Treffer anklickt. Es ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, welchen Mehrwert er durch den Inhalt erwarten kann.

Unser Tipp: Vermeiden Sie diesen Fehler, indem sie mit Tools (z.B. der SERP Snippet Generator) überprüfen, ob ihre Snippet-Texte zu lang sind. In einer Vorschau sehen Sie direkt, wie Title Tag und Meta Description auf den Nutzer wirken.

 

URL

Die URL können Sie – zumindest in Teilen – selbst bestimmen. Zu Beginn steht immer der entsprechende Domainname und die übergeordnete Seite. Danach können Sie eine eigene Bezeichnung wählen. Die URL sollte einzigartig sein, den Inhalt treffend beschreiben und das Focus-Keyword enthalten.

 

Die URL für diesen Blogbeitrag lautet zum Beispiel: https://www.additiv-pr.de/leitstand/seo-b2b

Nutzen Sie unbedingt diese Funktion. Wenn Sie das nicht tun, wird die URL automatisch aus der Überschrift gebildet. Dadurch kann sie sehr lang und unübersichtlich werden, was gerade beim Teilen und Verlinken negativ auffällt.

Links

Verwenden Sie Links, wenn es Sinn ergibt und dem Leser einen Mehrwert bietet. Es bringt nichts, einfach wahllos Links zu streuen. Der Suchmaschinen-Algorithmus ist in der Lage, sinnvolle Links von sinnlosen Links zu unterscheiden und eine genaue Auswertung zu erstellen.

Mit internen Links geben Sie den Lesern die Möglichkeit, weitere interessante Themen auf Ihrer Seite zu entdecken. Bei einer Produktbeschreibung können Sie beispielsweise auf ähnliche oder ergänzende Produkte verlinken. Außerdem haben die Verlinkungen einen positiven Effekt auf Ihre eigene Seitenstruktur.

Mit externen Links versorgen Sie den Leser mit weiterführenden Inhalten. Außerdem gelten externe Verlinkungen als Beweis für Ihre Autorität. Aber achten Sie bei Verlinkungen unbedingt darauf, dass die Seiten wertig und seriös sind.

Die Suchmaschine bewertet die Links anhand Ihrer Qualität. Da hinein spielen folgende Merkmale

  • die Seiten-Performance der Link-Quelle
  • hochwertigen und einzigartigen Content
  • Passt die Thematik des verlinkten Contents zu Ihrem Thema?

Je positiver die Suchmaschine die von Ihnen verwendeten Links einordnet, desto besser wirkt sich das auf Ihr Ranking aus.

Gerade bei der Webseite eines B2B-Unternehmens haben Unterseiten einen übergreifenden thematischen Zusammenhang. Das macht interne Verlinkungen zu einem beliebten SEO-Werkzeug in der B2B-Kommunikation. Die Links bieten den Vorteil, dass auch die verlinkten Unterseiten von der Suchmaschine gecrawlt (das heißt schneller überprüft und bewertet) werden. Bisher nicht entdeckte Seiten, erlangen dadurch die Aufmerksamkeit der Suchmaschine.

Je öfter vor allem interne Links auf verschiedene Unterseiten verweisen, desto besser ist das für die Ausgangssituation Ihrer Suchmaschinen-Platzierungen.

Alt-Texte

Das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ ergibt auch – oder gerade – online Sinn. Das ist vor allem in der Social Media-Welt bekannt. Gilt aber auch für ihre Webseite. Hochwertige und passende Bilder sorgen für eine positive User Experience, wecken die Aufmerksam der Nutzer und erhöhen damit die Verweildauer auf einer Seite. Das gleiche gilt für Infografiken. Aber neben den optischen Vorteilen honorieren Suchmaschinen auch die technische Qualität von Bildern mit gutem Ranking. Dazu zählt unter anderem der Alt-Text.

Alt-Text ist die Kurzversion von „Alternativtext“. Damit ist gemeint, dass Sie Bilder oder andere visuelle Elemente mit kurzen Beschreibungen versehen. Diese unterstützen beispielsweise Menschen mit einer Sehbehinderung. Hilfsmittel wie Screenreader lesen dem Nutzer die Alt-Texte vor und beschreiben damit das Bild. Sie sind daher ein wichtiger Bestandteil barrierefreien Internets.

Außerdem werden Alt-Texte angezeigt, sobald es Probleme beim Laden der Seite gibt und die Bilder dem Nutzer nicht angezeigt werden können. Dann taucht anstelle des Bildes der Alt-Text auf.

Aus SEO-Sicht sind die Alt-Texte aber aus einem ganz anderen Grund wichtig: Die Bildersuche, die beispielsweise von Google angeboten wird, greift auf Alt-Texte zurück. Das kann sich auf eine gute Platzierung auswirken. Erkennt die Suchmaschine ein Bild auf Basis des Alt-Texts als relevant für Ihre Suchanfrage, wird es besonders weit oben in den Bildersuchergebnissen angezeigt. Nicht selten gelangen Nutzer durch die Bildersuche auf Ihre Seite und werden dadurch auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Daher sollte auch der Alt-Text das Keyword enthalten. Das hilft der Suchmaschine dabei, Suchanfrage und Bilder miteinander zu verknüpfen.

Hilfreiche Tools für Ihre B2B SEO-Maßnahmen

Keine Angst. Sie müssen sich nicht hinsetzen und Ihre Keywords manuell zählen, händisch das Keyword Set zusammenstellen oder täglich Ihre Fortschritte im Ranking beobachten. Es gibt entsprechende Tools, die dabei helfen, all die genannten Aspekte und Maßnahmen zu analysieren und zu überprüfen.

Es gibt allerdings nicht DAS eine Tool. Verschiedene Tools bedienen verschiedene Schwerpunkte. Wir stellen Ihnen einige vor, die als Inspiration dienen können, das richtige für Sie herauszufinden. Generell helfen sie bei folgenden Punkten:

  • Keywordrecherche
  • Texterstellung
  • Analysen von Sichtbarkeit, Onpage-Kriterien und Linkstruktur

Contentbird

Die Webapp ist etwas mehr als „nur“ ein SEO-Tool. Das Tool bietet Keyword-Findung nach Themenfeldern, Keyword-Trendabgleich, Google-Ranking nach Keywords, Wettbewerbsvergleich inklusive Konkurrenzabbildung, ausführliche Analytics-Funktionen zum Ausbau des Erfolgs der Website sowie Überwachung von Links und Keyword-Rankings. So ist jederzeit eine Optimierung der Website möglich.

Die Keyword-Recherche gibt Input für neue Content-Ideen. Das Non-Plus-Ultra ist die systematische Content Planung, die auch im Team möglich ist.

Sistrix

Hier handelt es sich um eine cloudbasierte deutsche SEO-Software. Sie gilt als führend in Deutschland und ermöglicht:

  • Wettbewerbsanalyse
  • einen Sichtbarkeitsindex
  • den Sistrix Content Assistant (überprüft u.a. ob relevante Keywords berücksichtigt wurden, außerdem Plagiatsprüfung)
  • Sistrix Optimizer (prüft u.a. die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website)

Das Tool schwächelt allerdings darin, Daten aus Nischenthemen zu generieren.

Semrush

Bei Semrush handelt es sich um eine amerikanische Plattform für Online-Sichtbarkeit. Der Fokus liegt hier auf der Suchmaschinenoptimierung mit Google. Funktionen von Semrush sind unter anderem:

  • Keywordrecherche
  • Backlink Audit
  • Beobachtung und Analyse der Ranking Veränderungen
  • Marktforschung
  • Zielgruppenanalyse
  • Wettbewerbsanalyse

Semrush ist außerdem ein sinnvolles Tool, um Sie bei Ihren Social-Media-Aktivitäten zu unterstützen. Es kann sowohl die Performance Ihrer Posts tracken als auch als Planungstool fungieren.

Screaming Frog SEO Spider

Hier handelt es sich um einen Websitencrawler, der lokal installiert wird. Dieses Tool wird von SEO-Verantwortlichen und Agenturen für technische SEO-Site-Audits genutzt.

Das Tool ermöglicht tiefe Analysen (z.B. Meta-Daten, Seiten-Title, Visualisierung der Seitenarchitektur) und ist eher für Fortgeschrittene SEO-Akteure geeignet.

Ahrefs

Ahrefs ist eine cloudbasierte SEO-Toolbox, die insgesamt fünf verschiedene Tools mit unterschiedlichen Schwerpunkten enthält. Sie reichen von der Keyword-Recherche, über die Wettbewerbsanalyse bis zur Content Optimierung. Sie hat sich auf die Analyse von Industriethemen spezialisiert und eignet sich daher ggf. besonders gut für Ihre B2B-SEO-Strategie.

Ryte

Ryte ist eine „All-in-One“-Plattform zum Qualitätsmanagement von Webseiten. Auch hier decken verschiedene Tools verschiedene Themenbereiche ab:

  1. Website Success

Checkt die Seite und macht auf technische Fehler aufmerksam.

  1. Search Success

Führt eine umfangreiche SEO-Analyse durch.

  1. Content Success

Text-Editor, der bereits während der Texterstellung relevante Keywords vorschlägt.

Metric Tools

Hier handelt es sich nicht um den typischen Allrounder, sondern ein schlichtes Hilfsmittel, was in seinen Teildisziplinen flink und zuverlässig mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis funktioniert. Dieses Tool hilft Ihnen vor allem bei der inhaltlichen SEO. Es ist stark darin, Ihnen Daten zu Keywords und Platzierungen zu liefern. Neben der hervorragenden Keyword-Recherche liefert das Tool auch die Analyse der Domains hinsichtlich ihrer Rankings. So können Sie sich einen Überblick über den Wettbewerb verschaffen und Ihre Strategie dementsprechend auslegen und immer wieder anpassen.

XOVI

XOVI ist eines der bekanntesten SEO-Tools im deutschsprachigen Raum. Es unterstützt Sie von der Entwicklung über die Umsetzung bis hin zur Erfolgsmessung Ihrer SEO-Maßnahmen: ob Keyword-Monitoring, Backlink-Analyse, SEO-Konkurrenzanalyse, Search-Analytics Tool oder Reporting. Nutzer berichten von einer intuitiven und einfachen Nutzung sowie zufriedenstellenden Ergebnissen.

Herausforderungen von SEO in der B2B Kommunikation zusammengefasst   

Der Erfolg Ihres Online-Auftritts stützt sich auf drei Kriterien

  1. Inhalt

Dieser soll persönlich, professionell, hochwertig und aktuell sein.

  1. Suchintentionen der Nutzer erfüllen

Sie müssen Ihre Zielgruppe genau da abholen, wo sie sich gerade befindet und Ihre Inhalte demensprechend ausrichten. Stellen Sie sich vor, wo sich jeder Nutzer auf der Reise durch seine Customer Journey befindet und haben genau dann den passenden Inhalt für ihn vorbereitet. Seien Sie der Experte, der die Lösung für den Nutzer parat hat. Mit der Verwendung von Keywords und gehaltvollen Texten belohnt die Suchmaschine Sie mit einem guten Ranking und die Nutzer werden auf Sie aufmerksam.

  1. Technische SEO

Ihre Website muss alle technischen Kriterien erfüllen, die für die Suchmaschinenoptimierung relevant sind.

Fazit

SEO ist nichts was von heute auf morgen gelingt. Es benötigt etwas Zeit und Einarbeitung, aber es wird sich lohnen: mehr Leads, höhere Reichweite, enges Vertrauen. Mit überzeugendem Inhalt und ein paar Handgriffen aus der SEO-Trickkiste, können sie diese (Marketing-) Ziele schon bald verwirklichen. Trauen Sie sich, zu experimentieren.

Noch unsicher? Wir als pr-Agentur beschäftigen uns schon eine ganze Weile mit der SEO-Welt und kennen uns bestens in der B2B-Kommunikation und im Content Marketing aus. Wenn Sie Fragen haben, Unterstützung oder weitere Tipps für Ihre Suchmaschinenoptimierung benötigen – sprechen Sie uns gerne an!

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