Content Hub ist da, wo alles zusammenläuft. Immer mehr B2B-Unternehmen nutzen einen solchen zentralen Sammelort für ihre Online-Inhalte. Welche Vorteile bietet das? Und welche unterschiedlichen Formen von Content Hubs gibt es?

Aktuelle Studien belegen, dass 57 Prozent der Käufer im B2B Ihre Kaufentscheidungen treffen, ohne jemals mit einem Vertreter des Verkäufers zu sprechen. Für die digitale Recherche nutzen sie durchschnittlich 6,9 Informationsquellen (Quelle: Trustradius). Das Problem: 69 Prozent der B2B-Käufer geben an, dass die Informationen, nutzlos und irrelevant sind (Forrester)

Höchste Zeit also, ihnen relevante Inhalte mit Mehrwert zu bieten. Ob Blogbeitrag, Videos, Grafiken, Podcast, Whitepaper und Pressetexte: B2B Unternehmen erzeugen tonnenweise Content. Was fehlt ist ein Ort an dem Ihre Buyer Persona alle Informationen findet, die sie benötigt. Hier kommt der Content Hub ins Spiel.

„Hub“ bedeutet wörtlich übersetzt „Zentrum, Mittelpunkt, Angelpunkt“. In Kombination mit Content ist ein Content Hub der zentrale Sammelort von zielgruppengerechten und mehrwertigen Inhalten eines Unternehmens. Factsheet, Whitepaper, Pressemitteilung, Broschüre: alles findet sich im Content Hub wieder. Im besten Fall ist dieser eingebunden in der Hauptnavigation Ihrer Webseite; manchmal ist es aber auch sinnvoll, Ihre Kommunikationszentrale auszulagern und als eigenständige Webseite laufen zu lassen. Erfahrene SEO-Berater helfen hier weiter.

Content Hub Definition

Die All-in-one-Plattform HubSpot für Inbound Marketing, Sales und Service definiert einen Content-Hub so:

„Ein Content Hub ist die zentrale Anlaufstelle für Ihre Marketinginitiativen, an der sich Ihre Inhalte bündeln. Er kann zum Beispiel die Form eines Blogs, einer Website oder eines Onlinemagazins haben.“  (HubSpot)

Die Inhalte, die dort enthalten sind, orientieren sich an der Customer Journey und fokussieren sich demnach auf die Fragen, Probleme, Wünsche und Bedürfnisse des Kunden. Je nachdem, in welcher Phase der Kaufentscheidung sich ein Interessent oder Lead gerade befindet. Wichtig ist hierbei, dass nicht jeder Inhalt zwingend für jeden Besucher relevant sein muss.

Zudem heißt Content nicht zwangsläufig das geschriebene Wort. Content kann und muss auch visuell und auditiv sein. Auch hier werden die Vorlieben Ihrer Interessenten und Kunden von Person zu Person unterschiedlich sein.

Nicht von ungefähr strömen derzeit vermehrt neue (oder wiederbelebte) Content-Formate auf den Markt, darunter beispielsweise Podcasts. Mithilfe des Audio-Formats können sich Unternehmen als Meinungsführer positionieren und unternehmensspezifische Kernthemen ansprechen. Seit Spotify, Apple Music & Co. und seit wir unsere Abspielgeräte stets in der Tasche haben sind auch die Kanäle und die Technik für dieses eigentlich schon in die Jahre gekommene Format vorhanden. Ein informativer Podcast ohne zu viel Eigenwerbung kann das Vertrauen zur Zielgruppe zusätzlich stärken.

Ergo: Aufgrund der Vielfalt an bereitgestellten Formaten, Themen und Kanälen bieten Unternehmen in einem Content Hub ihren Buyer Personas genau das an, was sie gerade brauchen. Damit steigern sie nicht nur den Traffic auf ihren Kanälen, sondern auch die Chance für eine Kaufentscheidung.

Wie der Content Hub die Leadgenerierung fördert

Im Kontext des Content Marketings sollten die Inhalte über Social Media promoted werden, um Interessenten langsam in den Content Hub zu überführen, Reichweite zu generieren und Interaktionen zu fördern.

Um das zu bewirken, muss Content zielführend und genau auf den potenziellen Kunden angepasst sein. Ebenso sind Suchmaschinen ein wichtiger Distributionskanal für die Bewerbung. So wird der Content Hub zur vertriebsunterstützenden Maßnahme und damit zu einem effektiven Mittel zur Leadgenerierung. Denn ein Content Hub ist abgestimmt auf die Bedürfnisse des Besuchers.

Der Leser wird direkt angesprochen und ihm wird zur Problemlösung verholfen. Darüber hinaus wird der Besucher mit Calls-to-Action aufgefordert, etwas zu tun, beispielsweise den Newsletter zu abonnieren, Formulare auszufüllen oder direkt Kontakt aufzunehmen.

Ein Content Hub kann verschiedene Formen annehmen und zu unterschiedlichen Situationen Bezug nehmen – der Begriff ist breitgefächert und bietet deshalb jede Menge Möglichkeiten. So kann ein Content Hub als virtueller Ersatz für eine Messe verwendet werden oder eine Übersicht aller mehrwertigen Inhalte zu Produkten oder Lösungen eines Unternehmens bieten. Drei Beispiele sollen helfen, den Content Hub in der Praxis mit seinen grundlegenden Elementen kennenzulernen.

Das Infocenter als Content Hub

Eine Art des Content Hubs ist die Sammlung jeglichen Unternehmens-Contents. Im sogenannten Infocenter oder Pressezentrum finden Besucher weitere Informationen zu Produkten und das in Form verschiedener Medien: Downloads, Videos, Social Media-Beiträge, Fachbeiträge, Pressemitteilungen und, und, und. Diese Seite bildet den Knotenpunkt aller Content-Formate und dient als einheitlicher und übersichtlicher Sammelpunkt für den User.

Ein Content Hub ist ansprechend für Besucher, da sie nicht lange nach Informationen suchen müssen und auch über das ursprünglich Gesuchte hinaus Informationen finden. Für Unternehmen bietet das den Vorteil, Website-Besuchern Inhalt mit Mehrwert zu bieten und sie als potenzielle Kunden zu gewinnen. Das Nutzererlebnis auf dem Content Hub schafft ihnen so einen immensen Vorteil gegenüber ihrem Wettbewerber.

Ein Beispiel für einen solchen Content Hub ist das Infocenter des Hydraulikanbieters VOSS Fluid. Das Unternehmen nutzt den Content Hub, um Besucher über Produkte zu informieren und diese Informationen in Form von verschiedenen Formaten anzubieten. Auf diese Weise kommt VOSS seinem Ziel, Besucher zu binden und Kunden zu gewinnen, ein Stück näher.