Spätestens seit Marie Kondo ist „Decluttering“ jedem ein Begriff. Das Konzept geht zurück auf den Minimalismus und trägt in seinem Kern eine Aussage: „Räume alles, was dir keine Freude bereitet, weg“. Bezogen auf unseren Wohnraum bedeutet das nichts anderes als ein radikaler Frühjahrssputz: den Kleiderschrank ausmisten, die „Wenn-dann-da“-Schublade endlich entmüllen, das hauseigene Tupperwaren-Sortiment verkleinern. In anderen Worten: nur die wichtigsten Dinge behalten. Schön und gut, aber wie geht Decluttering in Bezug auf Ihre B2B-Kommunikationsstrategie?

Schluss mit dem Horten im Marketing

Im übertragenen Sinne gleicht ein überladener Kleiderschrank oder die Schublade im Flur, in der sich so ziemlich alles befindet, dem Horten von Kampagnen im Marketing. Sinnvoll ist diese Strategie ganz und gar nicht. Im Gegenteil: sie ist sogar sehr teuer. Alte und unbrauchbare Gegenstände – ebenso wie in die Jahre gekommene Kommunikationskampagnen – müssen weg. Ganz wichtig: Der Sinn beim Ausmisten ist nicht das Umsortieren oder Re-Organisieren. Denn:

“Putting things away creates the illusion that the clutter problem has been solved.”

Stattdessen rät Marie Kondo, Dinge nur zu behalten, wenn sie einem Freude bereiten. Dinge wegzuwerfen und uns von ihnen zu trennen, falle uns jedoch aus zwei Gründen schwer: eine Verbindung zur Vergangenheit und/oder Angst vor der Zukunft. Im Marketing gilt dasselbe: Viele Taktiken werden ausgeführt, weil „man es immer so gemacht hat“ und es einfacher und bequemer ist, gewohnte Wege zu gehen und auf bewährte Methoden zu setzen (Verbundenheit zur Vergangenheit) als neue Pfade einzuschlagen und Neues zu versuchen (Angst vor der Zukunft).

Zeit, Ihre Kommunikationsmaßnahmen aufzuräumen: „Warum behalten wir diese Kampagne?“

Was unser Blogbeitrag nicht rät, ist, per se alles, was in die Jahre gekommen ist, über Bord zu werfen. Viel mehr raten wir dazu, mit Marketing- bzw. Kommunikationsmaßnahmen umzugehen, wie Kondo es bei Gegenständen rät. Das heißt: Nehmen Sie sich jede Methode/Taktik/Maßnahme vor und fragen Sie sich: „Warum behalte ich das?“

Wenn die Antwort lautet: „aus Bequemlichkeit und weil es immer so lief“, dann ist das Ihr Zeichen, diese Kampagne oder Methode zu streichen. Versuchen Sie auch nicht, sie irgendwie zu re-organisieren oder zu denken, dass sie einfach noch ein wenig Feinschliff benötigt. Das hält Sie nur vom Wesentlichen ab – nämlich brauchbare und übersichtliche Kommunikationsmethoden im Portfolio zu haben.

Wenn die Antwort lautet: „weil sie uns Umsatz bringt, unsere Marke stärkt und gut für unsere Öffentlichkeitsarbeit ist“, dann behalten Sie die bewährte Methode oder Kampagne. Denn sie ist zielführend und hat Ihrem Unternehmen langfristigen Erfolg eingebracht.

Nicht jeder Zug führt Sie ans Ziel

Sie fragen sich, was das heißen soll? Anders ausgedrückt: Sie müssen nicht jeden Trend mitmachen, um Ihre SMART-Ziele zu erreichen. Clubhouse erlebte einen Hype, den viele mitmachten. Viele sagten aber auch klar und deutlich: „Das ist nicht unsere Priorität“. Diese Einstellung ist genau richtig. Es braucht vielleicht gar kein Clubhouse oder Tik Tok, um ans Ziel zu gelangen. Was es aber auf jeden Fall braucht, ist, alle Kampagnen genau zu betrachten, mit einem kritischen Blick die Relevanz zu hinterfragen und sich so nur auf die wesentlichen Kommunikationskanäle und -maßnahmen zu konzentrieren. Ein Bonus: Nach dem „Ausmisten“ entstehen gegebenenfalls neue Ressourcen für einen sinnvollen anderen Kanal – auch jenseits von aktuellen Trends.

Ziele des Declutterings

Das übergeordnete Ziel des Declutterings im Marketing sollte sein, Ressourcen da anzuwenden, wo sie was bewirken. Sie sollen das Unternehmen voranbringen und die richtigen Kunden zur richtigen Zeit am richtigen Ort (bzw. auf dem richtigen Kanal) erreichen. Hierzu braucht es eine ausgefeilte und auf die Unternehmensziele angepasste Strategie. Zeit, den Frühlingsputz anzugehen. Brauchen Sie Verstärkung beim Decluttern? Wir stehen Ihnen mit erfahrenen Beratern zu Seite. Kontaktieren Sie uns.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

*

code