Zwei Sprechblasen: Eine mit einem Coronavirus und eine mit drei Ausrufezeichen.

Ausfall von Messen, Kurzarbeit und allgemeine Verunsicherung: Im Jahr 2021 müssen sich viele B2B-Unternehmen immer noch der aktuellen Lage durch die Coronapandemie anpassen.

In dieser Ausgangslage führten wir qualitative Interviews mit mehr als 20 Fachjournalisten und eine Umfrage unter rund 50 Marketingexperten durch. Obwohl die B2B Kommunikation Trends schon zuvor in Richtung Digitalisierung gingen, trug die Pandemie maßgeblich zur Beschleunigung dieses Vorgangs bei.

Vor allem der Ausfall an Messen und anderen Veranstaltungen verstärkt die B2B-Kommunikation Trends, digitale Lösungen zur Kommunikation zu finden. Ob LinkedIn, Facebook oder Xing – auch Social Media wird zunehmend wichtig für eine erfolgreiche Kommunikation im B2B.

Im Folgenden gehen wir genauer auf die Umfrageergebnisse und ihre Bedeutung ein. Die gesammelten Daten helfen, die Entwicklung der digitalen Kommunikation und die  B2B-Kommunikation Trends im Jahr 2021 besser zu verstehen.

Fehlende Kommunikation im B2B

Besonders während einer Krisensituation zählt für B2B-Unternehmen die souveräne Kommunikation nach draußen. Doch mit zunehmender Verbreitung des Coronavirus, brach der persönliche Kontakt zwischen B2B-Unternehmen und Fachjournalisten fast gänzlich ein.

Das gaben mehr als die Hälfte der befragten Journalisten an. Auch mit Presseinformationen hielten sich die  Marketing-Abteilungen der Unternehmen stark zurück, wie noch mehr der Fachjournalisten in den Interviews berichteten.

Ein schwerwiegender Fehler, denn: Gerade wenn die üblichen Kontaktmöglichkeiten wie Messen entfallen, muss ein eigenständiger Austausch stattfinden. Dadurch bleibt der Informationsfluss aufrechterhalten und Unternehmen erzielen weiterhin Platzierungen ihrer Produktthemen in Fachmedien. Andernfalls riskieren sie den Verlust einer ihrer wichtigsten Marketing-Plattformen und des damit verbundenen Potenzials für die Kommunikation.

Ein Kreisdiagramm zeigt 71% an.
Fast drei Viertel der befragten Journalisten sagen, dass  B2B-Unternehmen weniger Presseinformationen senden.

Corona beschleunigt den Trend: Print wird digitalisiert

Die fehlende Kommunikation im B2B spiegelt sich in den Printmedien. Unsere daten zeigen, dass ein Großteil der Umfrageteilnehmer angibt, dass der Heftumfang 2020 verringert werden musste. Außerdem werden einige Ausgaben zusammengelegt oder ganz gestrichen und einzelne Titel im Verlag eingestellt.

Der schrumpfende Platz in den übrigen Printausgaben ist daher kostbar: Nur hochqualitativer Content findet noch seinen Weg in die Magazine – ein weiterer Grund für B2B-Unternehmen eine gute Beziehung zu den Fachmedien zu pflegen.

Gleichzeitig wird in Zukunft mehr Wert auf kurze Formate wie News oder Pressemitteilungen gelegt, das kündigt ein Viertel der befragten Fachjournalisten an. Zweifelsohne steigen auch bei diesen Formaten die Anforderungen, und nicht jeder Text wird veröffentlicht.

Der Trend zum Platzschwund bedeutet einen Anstieg an digitalem Content, der eine zukunftsfähige Alternative zum Print darstellt. Laut unserer Umfrage haben viele Fachmedien diese Trends erkannt und ergreifen dementsprechende Maßnahmen.

So soll digitalen Inhalten im Jahr 2021 mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden. Dass das Onlineangebot vor allem wegen der Coronapandemie einen höheren Stellenwert bekommt, berichten drei Viertel der befragten Journalisten. Daraus lässt sich ableiten, dass besonders die Krise und die damit verbundenen Einschränkungen der Kommunikationsmöglichkeiten die Digitalisierung der Medien weiter antreibt.

Noch mehr der Umfrageteilnehmer berichten von einem Ausbau des Onlineangebots. Während die Fachmedien also schon auf die Änderungen durch die Krise reagieren, liegt es nun an den B2B-Unternehmen, darauf einzugehen.

Dass das bereits der Fall ist, bestätigt mehr als die Hälfte der interviewten Journalisten: B2B-Unternehmen fragen mittlerweile vermehrt Onlinewerbeformate an. Das lohnt sich, da die Zugriffszahlen nach Angaben der befragten Fachjournalisten im Onlinebereich 2020 stark angestiegen sind.

Fazit: B2B Marketing wird digital

Die Daten unserer Trend Umfrage zufolge merken mehr als 80 Prozent der teilnehmenden Journalisten spürbare Veränderungen in ihrer Arbeit durch die Pandemie.

Die Daten zeigen: Mit wenigeren und kleineren Printausgaben geht der Trend im B2B klar in Richtung digitale Präsenz. Dabei bleiben die Fachmedien von elementarer Bedeutung für die Unternehmenskommunikation.

Insbesondere in einer Zeit, in der Messen ausfallen oder lediglich digital stattfinden, muss der Kontakt vom Marketing dringend selbst gesucht werden. Dafür sollten die Verantwortlichen im Marketing der Unternehmen den Fluss an Presseinformationen aufrechterhalten und beispielsweise Termine für virtuelle Redaktionsgespräche wahrnehmen.

Weiterhin heißt es für B2B-Unternehmen ab sofort: online Präsenz zeigen. Die Digitalisierung schreitet voran und mit einer mittelmäßigen Website und schlecht geführten Social Media Profilen gewinnen Sie heute keinen Lead mehr. Auch Inhalte wie ein in die Website eingebettetes Video oder Links zu den eigenen Social-Media-Kanälen dürfen nicht fehlen.

All diese bewährten B2B-Marketing Tools wollen genutzt werden, um bei Kunden bestmöglich zu punkten. Wie Sie den Anfang machen, hängt auch davon ab, wo Sie in Marketing und Kommunikation stehen. Haben Sie einen firmeneigenen Podcast zu den Themen Ihres Unternehmens, versenden Sie Newsletter und Informationen per Mail an Ihre Leads, lassen Sie Ihre Experten im Video zu Wort kommen oder setzten Sie bereits auf weitere Inhalte im digitalen Marketing?

Unsere Tipps zur Verbesserung der Präsenz mit Hinblick auf die aktuellen B2B Kommunikation Trends:

  • Eigeninitiativ den Kontakt zur Fachpresse suchen und Informationen kommunizieren
  • Zeit in hochqualitativen Content für die Fachpresse investieren
  • Weiterhin kurze, knackige News und Pressmitteilungen bereitstellen
  • Social Media stärker für die Kommunikation nutzen
  • Content Marketing stärken und digitale Kanäle nutzen

Darf es ein genauerer Einblick in die Daten und Ergebnisse unserer Umfrage unter Fachjournalisten sein? Und was sagen eigentlich die Experten aus dem B2B-Marketing zu den B2B Kommunikation Trends? Hier geht es zu unserem Trendreport.

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