Um im Marketing hochwertigen und informativen Content für die richtige Zielgruppe zu kreieren, setzen immer mehr Agenturen und Unternehmen auf digitales Werkzeug. Content Marketing Tools gibt es mittlerweile einige – und zwar für jeden Step in der Entwicklung und Umsetzung von Content-Marketing-Strategien. Unzählige Tools versprechen direkte Hilfe, von der Themenrecherche und Keyworddefinition bis hin zur Analyse und dem Monitoring von Marketingmaßnahmen. Doch wie findet man die besten Softwarelösungen, die nicht zu komplex und am besten noch kostenlos sind? Wir stellen in diesem Blog ausgesuchte Content Marketing Tools vor, die Sie optimal bei der Arbeit unterstützen. Dabei konzentrieren wir uns auf die fünf Bereiche:

  • Themen- und Keywordrecherche
  • Texterstellung/-analyse
  • Content Optimierung
  • Monitoring und Tracking
  • Marketing Automation

Content Marketing Tools für die Keywordrecherche

Tools im Bereich SEO/Keywordrecherche unterstützen Sie dabei, die Attraktivität Ihrer Website zu erhöhen, um damit in den Suchergebnissen bei Google möglichst weit vorne zu ranken. Wichtige Fragen sind: Was interessiert meine Zielgruppe? Für welche Fragen suchen User relevante Inhalte? Welche Probleme meiner Kunden kann ich lösen? Bei welchen Begriffen möchte ich in den Suchergebnissen auftauchen? Doch wie findet man passende Keywords und interessante Themen? Folgende Tools sind hilfreich.

  1. Keyword Tools (kostenlos)
  2. HyperSuggest (eingeschränkt kostenlos)
  3. Answer the public (eingeschränkt kostenlos)
  4. Seo Invasion (kostenlos)
  5. Semager (kostenlos)
  6. Google Suggest (kostenlos)

Relevante Keywords finden mit Keyword Tools

Keyword Tools findet relevante Keywords für den zu erstellenden Content. So erhält der User zusätzlich zu seinem Haupt-Keyword viele weitere Keywords, die übersichtlich aufgelistet werden. In der Liste steht das Keyword mit dem größten Suchvolumen ganz oben. Das Tool:

  • erstellt nach wenigen Sekunden eine Liste mit verwandten Suchbegriffen
  • listet zusätzlich das Suchvolumen, den CPC-Wert und Wettbewerb auf
  • ist kostenlos

Fazit: Das Tool zeigt nach der Eingabe des Keywords schnell und auf einen Blick, welche zusätzlichen Suchbegriffe relevant sind. Es können auch Wortgruppen oder Suchphrasen in die Suchmaske eingegeben werden. Darüber hinaus hat die Software noch weitere Funktionen: So lässt sich das Ranking für ein Keyword und einer Domain bestimmen – neutral und unpersonalisiert. Zusätzlich ist es möglich, mit dem Domain Check Tool Keyword-Vorschläge für eine Domain zu bekommen.

Keywordrecherche mit Hypersuggest

Hypersuggest liefert einen ersten Überblick über Schlüsselwörter, beziehungsweise die dazugehörigen Fragen, die oft von Usern in die Suchmaschine eingegeben werden. Das Tool ermöglicht eine Keyword-Recherche in mehreren Sprachen und zeigt zusätzlich die wichtigsten W-Fragen zu dem Keyword an.

Fazit: Die kostenlose Recherche von Hypersuggest ist auf 10 Einträge begrenzt und zeigt nicht den vollen Leistungsumfang der Software. Bei der kostenpflichtigen Version erhält der User Angaben zum Trend des angegebenen Keywords, CPC-Wert sowie Suchvolumen und kann sich relevante Fragen rund um das Keyword anzeigen lassen.

Fragen zum Keyword finden mit Answer the public

Answer the public stellt visuell dar, welche relevanten Fragen zu einem bestimmten Keyword in Suchmasken eingegeben wurden. Das Tool kombiniert die Fragewörter wann was wer, wie, welche, warum sowie die Präpositionen mit, neben, auf, bis zu usw. mit dem Keyword und bildet zahlreiche Fragen. Alphabetisch werden zusätzlich Erweiterungen des Schlüsselbegriffes angezeigt.

 

Fazit: Answer the public ist bestens geeignet, um schnell herauszufinden, welche Fragen die Zielgruppe interessieren und wonach sie gezielt suchen. Rund um das Keyword erhält der User jede Menge Informationen uns kann sich inspirieren lassen. Die grafische Darstellung der Fragen ist sehr ansprechend. Das Tool ist kostenlos, aber auf eine bestimmte Anzahl von Suchanfragen beschränkt. Für eine unbegrenzte Anzahl an Suchanfragen steht die kostenpflichtige Variante zur Verfügung.

Keyword-Kombinationen finden mit SEO Invasion

SEO Invasion kombiniert Keywords miteinander. Der User hat die Möglichkeit, in vier Spalten unterschiedliche Begriffe einzugeben und das Tool erstellt daraus neue Longtail-Keywords. Gibt man beispielsweise im ersten Pool Apfel, Banane, Kiwi, Obst ein, im zweiten Kuchen Gebäck, Kekse, im dritten kaufen, bestellen, erwerben und im vierten Pool online, günstig und kostenlos, erstellt das Tool daraus 320 Kombinationen. Die Reihenfolge der eingegebenen Keywords spielt dabei keine Rolle, da das Tool auch Permutationen, also Vertauschungen der Keywords, zulässt. Bei dem genannten Beispiel erhöht sich die Anzahl der möglichen Keywords dann auf 3542.

 

 

Fazit: Was ein bisschen wie eine Spielerei aussieht, ist doch ganz hilfreich, um Ideen zu bekommen, welche Keyword-Kombinationen zielführend sein könnten. So spart man viel Zeit, die es kostet, wenn man händisch alle erdenklichen Kombinationen von Wörtern bildet.

Semantische Suche mit Semager

Semager findet sinnverwandte Suchwörter. Auch Wörter mit gleichem Wortanfang werden angezeigt. Das kostenlose Tool listet in Spalten auf:

  • verwandte Wörter
  • abgehende Wortbeziehungen (vergleichbar mit Verlinkung zu fremden Websites)
  • eingehende Wortbeziehungen (vergleichbar mit eingehenden Links

Fazit: In kurzer Zeit erhält der User einen großen Pool an Wörtern, die mit dem Keyword in Verbindung stehen.

Ideenfindung mit Google Suggest

Für die Ideenfindung rund um Keywords und Themen eignet sich auch Google Suggest. Während das Schlüsselwort in die Google-Suchmaske eingetippt wird, listet Google weitere Verbindungen und Kombinationen mit dem Keyword auf, die beliebt sind und oft gesucht werden. Die Ergebnisliste zeigt am Ende ähnliche Suchvorgänge für den Begriff an. Dies ist eine weitere gute Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen und eine Idee davon zu bekommen, wie Internetnutzer ihre Suchanfragen formulieren.

Tools für die Texterstellung und -analyse

Sind Keywords definiert und Themenideen gesammelt, geht es an die professionelle Umsetzung: Guter Content muss her. Denn erfolgreiches Content Marketing lebt von hochwertigen, verständlichen, stilistisch einwandfreien und aussagekräftigen Inhalten. Die folgenden Tools helfen bei der Erstellung und Analyse von Texten.

  1. Wortliga (kostenlos + kostenpflichtige Version)
  2. Woxikon (kostenlos)
  3. LanguageTool (kostenlos + kostenpflichtige Version)
  4. DeepL (kostenlos + kostenpflichtige Version)
  5. Trint (kostenpflichtig)

Sprachstil analysieren mit Wortliga

Wortliga prüft die Qualität von Texten. Entscheidend sind Verständlichkeit, Lesbarkeit und Prägnanz des Textes. Das Dashboard ist übersichtlich. Der Text wird einfach eingegeben und sofort analysiert. Die Ergebnisse sind in einer Spalte auf der rechten Seite direkt ersichtlich. Farbig markierte Stellen im Text werden in einer Legende erläutert, die auch Verbesserungsvorschläge enthält.

Das Textanalyse-Tool:

  • prüft Texte auf Füllwörter, Nominalstil, Passiv-Sätze, zu lange Sätze, zu lange Wörter, Phrasen, Adjektive
  • gibt die Lesbarkeit an
  • analysiert Texte einer Länge bis zu 1.500 Zeichen
  • ist kostenlos

Fazit: Wortliga bietet eine schnelle Hilfe, um Texte sprachlich zu optimieren. Allerdings ist in der kostenlosen Version keine Rechtschreib- und Grammatikprüfung enthalten. Außerdem wird die Arbeit immer mal wieder für einige Sekunden mit dem Hinweis auf die Premium-Version unterbrochen.

Synonyme finden mit Woxikon

Autoren müssen sinnverwandte Wörter finden, wenn sie Dopplungen im Text vermeiden wollen. Woxikon liefert schnell die passenden Synonyme und ist kostenlos nutzbar. Der Begriff wird einfach in die entsprechende Suchmaske eingegeben. Nutzer können dabei zwischen neun verschiedenen Sprachen wählen. Das Tool zeigt zusätzlich zu den Synonymen ähnliche Wörter und Suchanfragen an.

Fazit: Mit Woxikon findet man schnell und unkompliziert sinnverwandte Wörter.

Rechtschreibung prüfen mit LanguageTool

Eine schnelle Grammatik, Stil- und Rechtschreibprüfung liefert das LanguageTool. Der zu prüfende Text wird einfach in die Eingabemaske kopiert und sofort geprüft. Die problematischen Stellen sind farblich markiert. Bewegt der Nutzer den Cursor auf das entsprechende Wort, liefert die Software eine Erklärung und mögliche Korrekturen.

Das Rechtschreib-Tool:

  • prüft Groß- und Kleinschreibung, Worttrennung, Zeichensetzung
  • ist für mehr als 20 Sprachen verfügbar
  • ist geeignet für Texte bis zu 2.500 Zeichen
  • ist kostenlos

Fazit: Das Tool zeigt Fehler in Rechtschreibung und Grammatik an. Dabei geht die Textprüfung über Standardfehlererkennung hinaus. So werden beispielsweise auch falsche Datumsangaben oder falsche Zeitformen erkannt. Die Premium-Version prüft Texte bis zu 40.000 Zeichen und bietet eine Erweiterung der Fehlererkennung, beispielsweise falsche Anrede, falsche IBAN-Nummer usw.

Schnelle Übersetzung mit DeepL

Mit DeepL lassen sich Texte innerhalb kürzester Zeit in elf Sprachen übersetzen. Dabei ist die Zeichenanzahl in der kostenlosen Version auf 5000 Zeichen begrenzt. Das Programm zeigt passende Wörterbucheinträge zu einzelnen Wörtern an. Es gibt unterschiedliche Pakete (von 5 Euro bis 100 Euro/Monat) mit erweiterten Funktionen, um Texte unbegrenzter Länge übersetzen zu lassen. Für jedes Paket ist ein kostenloses Probeabo verfügbar.

Fazit: Das Tool bietet eine gute Übersetzungsqualität und lässt sich einfach bedienen. Mit DeepL als Desktop-App können Texte über einen Shortcut direkt im geöffneten Programm übersetzt werden.

Sprache in Text umwandeln mit Trint

Trint ist ein kostenpflichtiges Tool, mit dem Video- und Audiodateien transkribiert werden. Texte sind in mehrere Passagen unterteilt und einzelnen Sprechern zugeordnet. Beim Abhören der Datei kann der Nutzer parallel die jeweilige Passage im Text mitverfolgen und bearbeiten. Nach der Bearbeitung können die editierten Zeilen abgehakt werden. Das schafft Übersicht und klare Struktur. Darüber hinaus:

  • lassen sich Sätze und längere Textabschnitte hervorheben und auch gesondert abspielen.
  • können Fachtermini und Kundennamen im Vocab Builder hinterlegt werden, damit diese besser zugeordnet werden.
  • können auch Aufnahmen in englischer Sprache transkribiert werden.

Fazit: Interviews sind schnell transkribiert: Ein 50 Minuten dauerndes Interview liegt beispielsweise nach 12 Minuten vor. Der Text ist übersichtlich strukturiert und lästiges Vor- und Zurückspulen entfällt. Markierte Textpassagen lassen sich einzeln exportieren. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss allerdings eine gute Interviewqualität vorliegen. Kommt der Interviewpartner beispielsweise häufig ins Stocken, ist der Aufwand für die Editierung entsprechend höher. Manchmal bemerkt das System den Wechsel der Sprecher nicht und teilweise werden Sätze unvollständig wiedergegeben sowie falsche Wörter verwendet. Der Vocab Builder ist auf 100 Einträge begrenzt. Kosten für das Tool:

Tools für die Content Optimierung

Nach der Erstellung des relevanten und auf Keywords zugeschnittenen Contents geht es darum, die Zielgruppe auf diesen wertvollen Content aufmerksam zu machen. Muss an den Texten eventuell noch gefeilt werden, damit sie öfter aufgerufen werden? Für die Content Optimierung bietet sich die WDF*IDF-Analyse an. Diese gibt das Verhältnis der Begriffe auf den am besten rankenden Webseiten für das Keyword im Vergleich zur eigenen Website an

Im Optimalfall animieren ansprechende Titel und knackige, kurze Teasertexte (Snippets) die User zum Klicken, wenn sie in der Google-Suche das entsprechende Keyword eingegeben haben. Allerdings muss die aufgerufene Website dann auch die Erwartungen des Users erfüllen. Es sollte eine inhaltliche Übereinstimmung zwischen Suchbegriff, Snippet und Website vorliegen. Inhalte von Webseiten sollten dabei nicht nur auf dem Desktop, sondern ebenso auf Smartphones optimal lesbar sein.

Auch die Ladegeschwindigkeit ist entscheidend. So bewertet Google die Dauer, bis eine Website vollständig geladen ist, und bezieht die Ergebnisse in den Rankingfaktor mit ein. Dabei ist nicht nur die Ladegeschwindigkeit vom Desktop, sondern auch von mobilen Webseiten ein Rankingfaktor. Sowohl für die WDF*IDF-Analyse, die Generierung von Snippets als auch für die Prüfung der Handytauglichkeit und Ladegeschwindigkeit gibt es spezielle Tools.

  1. WDF*IDF Analysetool (kostenlos)
  2. SERP Snippet Generator (kostenlos + kostenlose Registrierung)
  3. Mobile-Friendly (kostenlos)
  4. Pingdom (eingeschränkt kostenlos)
  5. Exkurs: Core Web Vitals

Textoptimierung mit dem WDF*IDF Analysetool

Mit der kostenlosen WDF*IDF-Analyse von Seobility können User die zusätzlichen Keywords finden, welche die zehn am besten rankenden Wettbewerber in Texten für das entsprechende Keyword verwenden. Der Suchbegriff und optional eine URL werden in die Suchmaske eingegeben. Nach wenigen Sekunden ist die Ergebnisliste abrufbar. Mit dem WDF*IDF Textassistenten erhält der Benutzer eine Übersicht über die Begriffe, die weniger oft oder häufiger im Text vorkommen sollten.

 

Fazit: Das kostenlose Tool ist perfekt geeignet zur SEO-Optimierung von Texten. Schnell erhält man eine Übersicht, welche Keywords im Text verwendet werden sollten. Durch Angabe der Vergleichs-URL kann der User die Seiten der Wettbewerber anzeigen lassen und sofort erkennen, welche Begriffe die Konkurrenz besonders hervorhebt

Snippets optimieren mit dem SERP Snippet Generator

Der SERP Snippet Generator hilft bei der Erstellung von Titel und Meta-Description.

Die Wörter werden einfach in ein entsprechendes Feld eingegeben. Das Tool ermöglicht:

  • die Angabe von Sonderzeichen
  • die Hervorhebung einzelner Wörter

Fazit: Nach der Eingabe von Titel und Description ist sofort ersichtlich, ob der Text passt oder zu lang ist. In einer Vorschau sieht der User sowohl die Ansicht für Desktop als auch für das Mobiltelefon. So lässt sich schnell das bestmögliche Snippet erstellen. Das Tool bietet 25 kostenlose Abfragen, danach ist eine kostenlose Registrierung erforderlich.

Handytauglichkeit testen mit Mobile-Friendly

Mobile-Friendly zeigt, ob die Homepage auf Mobilgeräten optimal dargestellt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, erhält der User eine Auflistung der Fehler, beispielsweise welche Seitenressourcen nicht geladen werden konnten oder Nachrichten der JavaScript-Konsole.

Fazit: Nach Eingabe der URL ist das Ergebnis innerhalb weniger Sekunden da: Die Website wird visuell als Handyoberfläche angezeigt und der User erkennt sofort, ob alles richtig dargestellt wird.

Ladezeit überprüfen mit Pingdom

Mit Pingdom lässt sich die Ladegeschwindigkeit von Webseiten testen. Angegeben wird:

  • Performance grade
  • Page size
  • Load time
  • Requests

Fazit: Während einige andere Tools wie PageSpeed Insights oder das Page-Speed-Tool von Sistrix nur Ergebnisse für die Geschwindigkeitsmessung liefern, wenn die Webseiten hohe Trafficzahlen aufweisen, liefert Pingdom Ergebnisse für jede URL. Übersichtlich werden die Ergebnisse dokumentiert und der User erhält Verbesserungsvorschläge. Die ersten Versuche sind kostenlos, für 13 Euro pro Monat erhält der Benutzer zusätzliche Monitoringmöglichkeiten. Eine Alternative zu Pingdom ist Think with Google.

Ladezeit und Core Web Vitals überprüfen mit dem Bulk PageSpeed Test

Mit dem Bulk PageSpeed Test können User die gesamte Website auf langsame Unterseiten testen – anwendbar für den Desktop und Mobilgeräte. Nach Angabe der URL crawlt das kostenlose Tool die Website sowie bis zu 500 weitere URLs und macht folgende Angaben:

  • Score
  • Time To First Byte
  • First Contentful Paint
  • Largest Contentful Paint
  • Cumulative Layout Shift
  • Time to Interactive
  • Größe

Fazit: Mit dem Bulk PageSpeed Test überprüfen User nicht nur eine einzelne Seite, sondern erhalten eine Angabe des PageSpeed für jede Unterseite. Daher dauert der Test einige Zeit und bricht manchmal auch ab. Grundsätzlich erhält man aber einen guten Überblick über die Ladedauer der Haupt- und einiger Unterseiten. Gleichzeitig werden die wichtigen Core Web Vitals aufgeführt. Kurze Erklärungen zu den einzelnen geprüften Aspekten bieten eine gute Informationsgrundlage für den Anwender. Zusätzlich zur Website kann der PageSpeed auch für eine URL-Liste und für auf Keywords bezogene URLs ermittelt werden.

Exkurs: Core Web Vitals

Künftig wird Google in seine Bewertung auch die Nutzererfahrung einfließen lassen. Diese wird auf drei Bereiche aufgeteilt:

  • Largest Contentful Paint (LCP)
  • First Input Delay (FID)
  • Cumulative Layout Shift (CLS)

LCP misst, wann das Hauptelement der Website geladen ist. Diese Ladezeit sollte unter 2,5 Sekunden liegen. FID prüft, wann der User das erste Mal mit einer Seite interagieren kann. Der Idealwert liegt hierbei unter 100 Millisekunden. CLS gibt an, wie stark sich die Layout-Elemente während des Ladens verschieben. Der Idealwert liegt bei ≤ 0,1. Diese Core Web Vitals lassen sich über die Search Console, PageSpeed Insights und weitere Tools abrufen.

Wichtig: Zusätzlich zu den weiterhin ausschlaggebenden Aspekten wie Relevanz und Qualität des Contents nehmen technische Faktoren künftig Einfluss auf die Platzierung in den Suchergebnissen bei Google.

Monitoring und Tracking-Tools

Der Content ist veröffentlicht, aber wer liest die Texte? Bleiben die User lange auf der Website oder klicken sie schnell wieder weg? Erfolgsmessung im Content Marketing ist essenziell, will man weiterhin in der oberen Liga mitspielen. Auch im Bereich Monitoring und Tracking gibt es jede Menge Tools, die Aufschluss über die Entwicklung wichtiger Kennzahlen geben.

  1. Google Analytics (kostenlos, aber Anmeldung erforderlich)
  2. Google Search Console (kostenlos, aber Anmeldung erforderlich)
  3. Chartbeat (kostenpflichtig)
  4. Talkwalker (kostenpflichtig)
  5. Seobility (eingeschränkt kostenlos)
  6. Ahrefs (kostenpflichtig)
  7. Sistrix (kostenpflichtig)
  8. Contentbird (kostenpflichtig)

Nutzer verstehen mit Google Analytics

Google Analytics bietet eine umfassende Datenanalyse. Nach der kostenfreien Anmeldung über das Google Konto wird angezeigt:

  • Wie viele Besucher pro Tag auf der Website waren
  • Wie hoch die durchschnittliche Verweildauer ist
  • Über welche Suchbegriffe die Besucher die Website gefunden haben
  • Welche Browser die Besucher nutzen
  • Welche Inhalte am beliebtesten sind

Fazit: Das Standard-Tool zeigt für einzelne Beiträge detaillierte Infos und ermöglicht damit eine kontinuierliche Analyse und Auswertung.

Performance und Sichtbarkeit testen mit Google Search Console

Die Google Search Console ist ein kostenloses Analysetool. Voraussetzung: ein Google-Account. Dann können Benutzer:

  • Inhalte ihrer Website über die Suchanalyse auswerten
  • Die Indexabdeckung überprüfen
  • Nachrichten erhalten, sobald Probleme auf der Website erkannt werden
  • Über das URL-Prooftool Informationen aus dem Google-Index erhalten

Fazit: User bekommen einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen, Klicks, Seiten mit Fehlern und andere Informationen über einen Zeitraum von drei Monaten. Auf dem Dashboard sind die wichtigsten Informationen übersichtlich zusammengestellt. Tiefere Einblicke geben die spezifischen Berichte. Auch Verbesserungsvorschläge werden genannt. So erhält man eine Vorstellung davon, wie Suchmaschinen die eigene Website bewerten. Auch die Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten wird getestet.

Inhalte analysieren mit Chartbeat

Mit Chartbeat kann der User in Echtzeit analysieren, mit welchen Inhalten sich die Website-Besucher wann beschäftigen. Daten können gefiltert werden und über einen längeren Zeitraum bewertet werden. Integriert sind eine Überprüfung der Schlagzeilen und Optimierungsvorschläge.

Fazit: Mit dem kostenpflichtigen Tool lassen sich leicht Inhalte definieren, die die Leser begeistern. So kann die Wirksamkeit des Contents erhöht werden, Trends aufgespürt und Benchmarks gesetzt werden, um die Aufmerksamkeit der Leser zu erhöhen. Auch Video-Inhalte werden überwacht.

Social-Media-Kanäle überwachen mit Talkwater

Talkwater überwacht Online-Medien und den Bereich Social Media. Das Monitoring erstreckt sich weltweit. User erhalten sofort Benachrichtigungen, sobald das Unternehmen erwähnt wird. Darüber hinaus ist es möglich, die Wirkung von Kampagnen zu messen. Mithilfe von Alarmfunktionen werden Benutzer gewarnt, wenn sich kritische Entwicklungen abzeichnen.

 

 

Fazit: Mit dem Tool können User eine umfangreiche Analyse ihrer Performance sowie die der Mitbewerber durchführen. Dabei reicht das Angebot vom Kampagnen-Monitoring bis hin zum Krisenmanagement. Kosten pro Jahr: 6.000 Euro und mehr. Das Tool kann kostenlos getestet werden.

Website checken mit Seobility

Seobility ist ein Tool, das mehrere Funktionen beinhaltet:

  • Onpage Optimierung
  • Rank Tracking
  • Backlink Analyse

Seobility erstellt einen Report zu der überprüften Website mit technischen und inhaltlichen Aspekten. Fehler und Möglichkeiten der Optimierung werden angegeben. Die Rankings der wichtigsten Keywords werden ebenso überwacht wie die Position der Mitbewerber. Auch Backlink Monitoring ist möglich.

Fazit: Meta-Analyse, Prüfung der Struktur, Analyse der Links, inhaltliche Prüfung sowie Keyword Ranking Monitoring und Angaben zu Backlinks und Linkbuilding – Seobility ist umfassend und in verschiedenen Paketen zu unterschiedlichen Preisen verfügbar. Ein erster SEO-Check mit zahlreichen Hinweisen kann kostenlos durchgeführt werden.

Analyse-Plattform Ahrefs

Ahrefs vereint viele Funktionen im Bereich Analyse und Monitoring, beginnend bei der Keyword-Recherche über eine umfangreiche Analyse des Backlink-Profils bis hin zur Bewertung und Einschätzung des Wettbewerbs.

Fazit: Aufgrund der vorhandenen Datenbasis und der vielen Funktionalitäten kann man einen guten Eindruck von der Verlinkung einer Domain und der Gewichtung der Wettbewerber bekommen. Auch die Keyword-Analyse ist äußerst hilfreich. Das Tool ist in verschiedenen Paketen zu unterschiedlichen Preisen verfügbar und kann 7 Tage zu geringen Kosten getestet werden.

Erfolgsmessung mit Sistrix

Mit Sistrix lässt sich für jede Domain die aktuelle Sichtbarkeit ermitteln – für Desktop und Smartphone. Im Funktionsumfang enthalten sind:

  • SEO-Modul
  • Optimizer Module
  • Link Module
  • Ads Module
  • Social Module
  • Marketplace Module

Fazit: Sistrix ist ein wichtiges Tool, um Veränderungen im digitalen Markt zu erfassen. Der SEO-Erfolgsfaktor Sichtbarkeit steht dabei im Mittelpunkt. Dazu können aktuelle Daten mit historischen verglichen werden. Auch die Sichtbarkeitshistorie von Wettbewerbern lässt sich leicht darstellen. Die Module können je nach Bedarf einzeln ausgewählt und gebucht werden. Kostenlos können User das Tool für 14 Tage testen.

Den gesamten Entwicklungsprozess im Content Marketing managen mit Contentbird

Contentbird umfasst die Bereiche

  • Keywordrecherche,
  • Content-Planung,
  • Content-Erstellung,
  • Distribution und
  • Analyse

Fazit: Die Plattform bietet umfangreiche Unterstützung im gesamten Content Marketing Prozess. Zeitsparend erfolgt die Recherche von Keywords und wichtigen W-Fragen über den Keywordhunter. Die detaillierte Planung der Beiträge erleichtert eine strukturierte Bearbeitung – inklusive Briefingmöglichkeiten und Buyer Persona-Zuordnung. Die Contenterstellung ist mit einer WDF*IDF-Analyse verknüpft und ermöglicht so direkt eine Optimierung des Textes. Auch stehen Distributionsmöglichkeiten, beispielsweise für das Social Seeding oder Email-Kampagnen, zur Verfügung. Mithilfe zahlreicher Analysefunktionen erfolgt eine umfangreiche Erfolgskontrolle. So können die Rankings ganzer Keywordsets überwacht werden (auch im Vergleich zum Wettbewerb) sowie die Content-Performance anhand wichtiger KPIs wie organische Besucher, Besuchszeit und Absprungrate ermittelt werden. Auf Basis des für die erstellten Inhalte genutzten Budgets lässt sich der ROI abbilden.

Der User erhält mit Contentbird eine All-in-One-Lösung für ein zielgerichtetes und erfolgreiches Content-Marketing. Das Tool ist in mehreren Varianten mit unterschiedlichem Funktionsumfang erhältlich und kann kostenfrei getestet werden.

Tools für die Marketing Automation

Ganzheitliche Marketing-Plattformen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Ziele der Marketing Automation sind effiziente Marketingprozesse und eine personalisierte Kundenansprache. Durch Lead Nurtering werden so Interessenten zu Kunden und schließlich Fürsprechern eines Unternehmens. Dabei werden Vorgänge durch bestimmte Aktionen ausgelöst und laufen automatisiert ab.

Inbound-Marketing mit Hubspot

HubSpot ist eine cloudbasierte IT-Lösung, die die Bereiche Marketing, Sales und Service abdeckt. User werden unterstützt beim E-Mail-Marketing, der Erstellung von Landingpages und Webformularen sowie im Kampagnen-Management, Social-Media-Marketing und der Content-Erstellung. Ziel ist es, Marketing- und Vertriebsprozesse zu automatisieren. Die umfangreiche Plattform enthält Module, die sowohl einzeln als auch kombiniert genutzt werden können:

  • HubSpot CRM
  • CMS Hubspot
  • Marketing Hub
  • Sales Hub
  • Service Hub

Fazit: Die All-in-One-Lösung bietet umfassende Unterstützung bei der Vernetzung von Marketing und Vertrieb. Hubspot hilft seinen Nutzern dabei, den Traffic zu steigern, Websitebesuchern ein personalisiertes und sicheres Nutzererlebnis zu bieten, skalierbare Inbound-Marketing-Kampagnen zu entwickeln, Vertriebsaufgaben zu automatisieren und langfristige Beziehungen zu Leads und Kunden aufzubauen. Das CRM-Tool ist kostenlos, alle weiteren Module gibt es zu unterschiedlichen Preispaketen, auch in Kombination. Zahlreiche kostenlose Online-Kurse ermöglichen einen Einstieg in die Software und vermitteln nützliche Informationen zur Anwendung.

Zusätzlich zu Hubspot gibt es weitere Marketing Automation Tools wie Marketo, Infusionsoft, Act-On, Eloqua.

Diese Auflistung ist nur eine kleine Auswahl von nützlichen Softwarelösungen für Ihr Content Marketing. Die genannten Tools können Ihre Mitarbeiter perfekt dabei unterstützen, ihre Aufgaben leichter, schneller und effizienter zu realisieren. Kombiniert mit einer fundierten Content Marketing Strategie sind „digitale Werkzeuge“ das Grundgerüst für ein erfolgreiches Content Marketing.

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