Nicht nur ein neues Jahr hat begonnen, sondern gleich ein neues Jahrzehnt. Das steht traditionell für einen Umbruch – sei es in der Mode, der Musik und generell in der Wirtschaft. Es kommt zur gewohnten Kettenreaktion im Marketing und in der Kommunikation: Die Erwartungen der Kunden und Konsumenten ändern sich. Immer schneller, automatisierter und digitalisierter soll es sein. Die B2B-Branche steht vor der Herausforderung, ihre Marketingstrategie und Kommunikation kontinuierlich an neue Entwicklungen und Anforderungen bezüglich der Customer Journey anzupassen.

Die neue Dekade wird in puncto Content Marketing sicherlich viele Neuerungen mit sich bringen – ob digital mit SEO & Co. oder klassisch auf dem Markt der Fachmedien. Hier sind unsere sieben wichtigsten Trends in der B2B-Kommunikation 2020, die ihr kennen solltet:

1. KI macht B2B kommunikativ

Bereits heute sind wir in der Kommunikation überall von Künstlicher Intelligenz (KI) umgeben: Siri spricht mit uns, wir können Sprache zu Text werden lassen oder digitale Tools erstellen Texte automatisiert. Die Technologie wird auch die B2B-Kommunikation immer mehr erobern und nachhaltig verändern. KI kann wiederkehrende Aufgaben erledigen – schneller und besser als Menschen. Das spart Zeit und steigert die Performance. Klar, wo es auf Kreativität und Empathie ankommt, wird der Mensch keinesfalls von KI ersetzt werden können. Doch bietet sie eine Chance, den Arbeitsalltag deutlich zu erleichtern. Vor allem, wenn es um Targeting mittels Predictive Analytics geht: Gerade bei der Verarbeitung und Analyse riesiger Datenmengen spielt KI ihren großen Trumpf aus. Und dann kommt modernes Marketing und Kommunikation ins Spiel. Denn ob Insights zu Kaufverhalten oder spezifischen Produktinteressen, durch KI-Vorhersagen kann die eigene – mittlerweile unerlässliche – Content Marketing-Strategie auf die Zielgruppe zugeschnitten werden und vertriebsunterstützend wirken. Da Corporate Content stets auf die Buyer Personas zugeschnitten werden sollte, gilt es auch die Personas anhand neuer KI-Predictions immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. KI und Content Marketing: ein wichtiges Paar in der Kommunikation der neuen Dekade.

2. B2B-Kampagnen-Erfolge tracken

Analyse-Tools für die B2B-Kommunikation sind sicher nichts Neues. Neu dagegen ist deren Leistungspotenzial und Zuverlässigkeit, da sie immer differenzierter arbeiten. Key Performance Indicators (KPIs) dienen seit jeher der Erfolgsmessung von Content Marketing-Maßnahmen. Durch deren konsequentes Monitoring können Prozesse und Maßnahmen entsprechend angepasst und optimiert werden. Doch was sind eigentlich die KPIs unserer Zeit? Das sollte jedes Unternehmen für seine Kommunikation genau festlegen, denn heute zählen andere Indikatoren zur Erfolgsmessung als noch vor fünf Jahren. Allen voran gewinnen Seiten-Impressions weiter an Bedeutung, da modern denkende Marketingverantwortliche den Begriff und das Potenzial dahinter verstehen. Im Internet sind viele Kennzahlen messbar und lassen sich etwa mit Google Analytics bestimmen. Darüber lassen sich Ziele mit dem Kunden definieren, zum Beispiel die Anzahl von Webseitenbesuchern oder die Wertigkeit der Lead-Kontakte. Um solche KPIs zu evaluieren, gibt es jedoch noch weitere professionelle Tracking Tools, die Daten auf dem eigenen Server speichern, kein Datenlimit haben und komplett individualisierbar sind. Lassen Sie sich dahingehend gut beraten. Wir versprechen: Der Evaluierungsprozess lohnt sich!

3. Transformationsprozesse kommunikativ begleiten

Maschinenbau und Industrie unterliegen derzeit einem tiefgreifenden Strukturwandel. Restrukturierungen, Fusionen oder Übernahmen – es ist wichtig, tiefgreifende Veränderungen innerhalb eines Unternehmens sowohl intern als auch extern offen zu kommunizieren. Mit einer ausgeklügelten Change Communication wird dieser Prozess begleitet. Ändert sich die Unternehmensstrategie oder die Corporate Identity, sollten neue Maßnahmen im Rahmen eines neuen Kommunikationskonzeptes entwickelt werden. Das sind zum Beispiel Workshops, interne Newsletter und regelmäßige Kickoffs, die eine offene Gesprächskultur innerhalb des Unternehmens fördern. Aber auch eine entsprechende Kommunikation der Informationen über Business-Plattformen wie Xing und LinkedIn kann sinnvoll sein. Profis gehen sowohl auf den Umbruch als auch auf die veränderten Bedürfnisse der Belegschaft ein.

4. Seien Sie in aller Ohren: Podcasts als Megatrend

Real, ungefiltert und authentisch: Podcasts gibt es zwar schon lange, aber erst seit wenigen Jahren boomt der Audio-Content und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Denn mit Spotify, Apple Music & Co. und dadurch, dass wir die Abspielgeräte in Form von Smartphones ständig bei uns tragen, ist das Medium erst so richtig in Fahrt gekommen. Podcasts gehen dem Hörer direkt ins Ohr, was die Chance erhöht, dass er im Gedächtnis bleibt. Gerade in einer Zeit, in der digitale Inhalte wie Social Media vorzugsweise mobil konsumiert werden, sind Podcasts auch aus Marketing-Sicht interessant. Über das Erschaffen einer 1:1-Gesprächssituation können B2B-Unternehmen ihre Produkte und Themen ungezwungen vermitteln und sich als Experte oder „Meinungsführer“ positionieren. Sind Host, Zielgruppe und Inhalt gut aufeinander abgestimmt, ist ein Podcast ein geeignetes Mittel, um Vertrauen für die Marke zu schaffen. Tipps und Tricks zur Erstellung gibt es hier: „Corporate Podcast: Jetzt gibt’s was auf die Ohren!“

5. SEO-Strukturen in eigenem Haus integrieren

Auch im Jahr 2020 haben viele B2B-Unternehmen immer noch unzureichendes Wissen und Erfahrung im Bereich SEO. Zwar dürfte mittlerweile jedes Kleinunternehmen eine eigene Webseite haben, aber die Voraussetzungen, dass diese nicht ungesehen in den Weiten des Internets verschwindet, haben viele noch nicht geschaffen.  Zu den Grundlagen gehört ein fundiert recherchiertes Keyword-Set. Bevor man jedoch Keyword-Sets nach den eigenen Themen erstellt, sollte man dazu gezielte Recherche betreiben oder über eine unabhängige Analyse Dritter bestimmen lassen. Dabei gilt es, die unterschiedlichsten Faktoren zu berücksichtigen, unter anderem das Suchvolumen in Google. Suchen zu wenige Besucher von Suchmaschinen ein bestimmtes Keyword, lohnt es sich kaum, darauf bei der Erstellung eigener Inhalte zu setzen. Die am häufigsten vorkommende „Krankheit“ bei der Keywordrecherche ist die Betriebsblindheit. Die Vorstellung, unter welchen Begriffen das eigene Unternehmen gefunden werden müsste und welche die potenziellen Kunden letztlich suchen, divergiert oft sehr stark. Daher lohnt sich an dieser Stelle die Beratung durch einen SEO-erfahrenen Dritten (was nicht zwangsläufig eine Agentur sein muss). Hat man irgendwann ein umfassendes und präzises Keyword-Set erstellt, sollte die eigene Webseite dementsprechend umgebaut werden. Das Set muss regelmäßig gepflegt und auf Aktualität geprüft werden. Denn ein höheres Ranking verspricht mehr Klicks und bei einer ansprechend aufgebauten Homepage mit Mehrwertinformationen Kontakte. Ergo: SEO bleibt ein weites Feld – aber ein immens wichtiges.

6. Qualität statt Quantität: News gezielt „pitchen“

Bevor eine Pressemitteilung in einem Medium veröffentlicht wird, führt der Weg über den Journalisten. Dieser erhält pro Tag gut und gerne mehrere hundert E-Mails. Das Risiko, dass die eigene Mail im digitalen Papierkorb landet, ist sehr groß. Das A und O ist Relevanz (übrigens bei jeglicher Art Content und Zielgruppenansprache): Statt News an die breite Masse oder die allgemeine Redaktionsadresse einer Fachzeitschrift zu senden, lohnt es sich, herauszufinden, welcher Redakteur zum thematischen Schwerpunkt passt. Interessiert sich der Journalist für eine bestimmte Branche, kann ein Angebot zum persönlichen Informationsgespräch oder zum exklusiven Abdrucken des Textes helfen. Wer sich ein Kontaktnetzwerk aufbaut und das Vertrauen der Medienvertreter gewinnt, hat die Veröffentlichung fast schon sicher. Worauf es bei einer guten Pressemitteilung ankommt erfahren Sie in unserem Beitrag „Pressemitteilung schreiben: Tipps von MM Logistik Chefredakteur Bernd Maienschein“.

7. Vertrauensvolle Links führen zu Leads

Für die Suchmaschinenoptimierung sind Links ein wichtiger Rankingfaktor. Deshalb kann es für ein erfolgreiches Content Marketing sinnvoll sein, verstärkt Medien anzusprechen, die ein gutes Trusted-Link-Ranking haben. Links von Webseiten, die aufgrund ihrer Seriosität ein hohes Vertrauen genießen, suggerieren der Suchmaschine, der verlinkenden Domain ebenfalls vertrauen zu können. Der Linkaufbau sollte natürlich und themenrelevant geschehen, damit die Suchmaschinen ihn nicht als Manipulation ihrer Ergebnisse verstehen. Kommen weitere Rankingfaktoren hinzu, sind Links elementar für eine gute Platzierung. Das führt zu mehr Traffic und zu wertvollen Leads.

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie uns einfach. Wir sprechen gerne mit Ihnen über Ihr Content Marketing für 2020.

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