ein grafisch dargestelltes Buch

Anwenderberichte und Success Stories sind unverzichtbare Elemente für eine erfolgreiche B2B-Unternehmenskommunikation. Die Content Pieces eignen sich hervorragend, um Referenzen zu generieren und den Kundenerfolg und damit die eigenen Leistungen und Services darzustellen.

Für B2B-Unternehmen sollten daher sowohl der Anwenderbericht als auch die Success Story fester Bestandteil im Kommunikationsmix sein. Doch wo liegen die Unterschiede? In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie sich beide Textsorten voneinander abgrenzen.

Was ist ein Anwenderbericht und wie ist er aufgebaut?

Ein Anwenderbericht ist eine journalistische Textsorte, die neben Fachartikeln, Interviews und Pressemitteilungen fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation ist und in branchenspezifischen Fachmagazinen erscheint. Die Textsorte richtet sich somit an ein Fachpublikum.

Anwenderberichte sind Referenztexte, in denen aus Kundensicht aufgezeigt wird, welche Ergebnisse ein Anwender mit den eingesetzten Produkten und Services des Unternehmens erzielen konnte. Unternehmen oder Agenturen erstellen die Texte exklusiv für Fachpublikationen.

Bei Anwenderberichten kommt es darauf an, dass sie neutral geschrieben sind und trotzdem die eigene Dienstleistung in einem positiven Licht darstellen. Zwar sollen nicht zu viele Zitate genutzt werden, trotzdem sind sie unerlässlich, um die Meinung des Anwenders aufzuzeigen und den Text aufzulockern. Wichtig dabei ist, dass potenzielle Kunden den Text ohne viel Vorwissen lesen und verstehen können.

Anwenderberichte sind chronologisch aufgebaut. Nach einer kurzen Einleitung in das allgemeine Thema, folgt die Vorstellung des Partnerunternehmens, bei dem die Lösungen im Einsatz sind. Danach werden das konkrete Problem und die Aufgabenstellung des Anwenders beschrieben. Anschließend konzentrieren sich Anwenderberichte auf den Plan zur Lösung des Problems. Zuletzt werden die erfolgreiche Implementierung und die erzielten Ergebnisse beschrieben.

So sieht der typische Aufbau eines Anwenderberichts aus:

Als Beispiel blicken wir auf den Aufbau eines Anwenderberichts unseres Kunden Daifuku. Sie finden den gesamten Text hier.

  • Einleitung
  • Vorstellen des Unternehmens, typischerweise:
    • Name des Unternehmens
    • Branche
    • Marktposition
    • Produktportfolio
    • Mitarbeiterzahl
    • Infos zum Standort
    • Einsatzort der Lösung
  • Problem des Anwenders
    z.B. erhöhte Anforderung an die Intralogistik, ineffiziente Lagerprozesse
  • Plan zur Lösung des Problems
    z.B. Einbau von zwei neuen Regalbediengeräten (durch Daifuku)
  • Lösung des Problems
    mit den neuen Regalbediengeräten erreicht Reach Printing einen optimierten Durchlauf

Natürlich gibt es verschiedene Wege und bestimmte Besonderheiten von Projekten, die den Aufbau eines Anwenderberichts stark beeinflussen können. Ein Beispiel dafür finden Sie hier im Anwenderbericht unseres Kunden Walther Faltsysteme.

Abstimmungsprozesse für einen Anwenderbericht

Anwenderberichte gelten als die Königsdisziplin in der Pressearbeit. Der Grund: Da zwei Unternehmen und damit oftmals mehrere Ansprechpartner in die Abstimmungsprozesse involviert sind, können bis zur Fertigstellung mehrere Wochen oder sogar Monate vergehen.

Der typische Projektablauf lässt sich so zusammenfassen:

  • Der Anwender willigt ein und definiert einen Ansprechpartner
  • Internes Inputgespräch zum umgesetzten Kundenprojekt
  • Recherche zum Anwender
  • Interview mit Anwender
  • Texterstellung
  • Textabstimmung intern
  • Textabstimmung mit dem Anwender
  • Lektorat durch externen Dienstleister
  • Text exklusiv einem Fachmedium anbieten
  • Erstellen einer stark eingekürzten Zweitversion
  • Versand der Zweitversion an Presseverteiler

Durch den Versand einer Zweitversion an den Presseverteiler wird die Reichweite nochmals erhöht, ohne die Exklusivität für das Fachmagazin zu verletzen.

Was ist eine Success Story und wie ist sie aufgebaut?

Die Success Story – auch Case Study oder Customer Story – ist ein klassisches Marketinginstrument und wird auch vertriebsunterstützend eingesetzt. Wie beim Anwenderbericht wird hier ein erfolgreiches Kundenprojekt dargestellt. Allerdings handelt es sich nicht um einen journalistischen Text, weshalb die Success Story nicht an die formalen Anforderungen eines Anwenderberichts gebunden ist.

Auffälligster Unterschied: Häufig werden in Success Stories Bulletpoints und längere Zitate eingesetzt, um die Vorteile der eigenen Produkte herauszustellen. Die Vorstellung des Unternehmens fällt in einer Success Story oftmals kurz aus, da der Fokus auf dem Marketing der eingesetzten Produkte und Dienstleistungen liegen soll.

Success Stories werden meist auf der Website eines Unternehmens oder auf Blogs veröffentlicht. Zu Marketingzwecken werden Teaser oder Snippets der Success Story auf den eigenen Social-Media-Kanälen wie LinkedIn und Xing gepostet oder im Newsletter per Mail versendet. Success Stories richten sich dabei vor allem an Kunden, die in der Customer Journey weiter fortgeschritten sind. Daher kommen neben der Onlineverwertung auch weiterhin gelayoutete Druckexemplare zum Einsatz – beispielsweise bei Kundenbesuchen des Vertriebsteams.

Immer häufiger ergänzen Success Stories zusätzliche Videos, um das Projekt visuell aufbereitet zu zeigen. Alternativ gibt es die Möglichkeit, Success Stories zum Download auf einer Landing Page anzubieten. So entsteht die Chance, mithilfe eines Formulars Leads zu generieren. Der Neukunde wird aufgefordert seine Daten – meistens die E-Mail-Adresse – einzugeben, damit er das Dokument herunterladen kann, oder es direkt zu seinem Postfach geschickt wird.

Abstimmungsprozesse für eine Success Story

So sieht der typische Projektablauf einer Success Story aus:

  • Der Anwender willigt ein und definiert einen Ansprechpartner
  • Internes Inputgespräch zum umgesetzten Kundenprojekt
  • Recherche zum Anwender
  • Interview mit Anwender
  • Texterstellung
  • Textabstimmung intern
  • Textabstimmung mit dem Anwender
  • Inhouse Lektorat
  • (Falls der Text als PDF angeboten werden soll:) Layout mithilfe von Grafikagentur
  • Online-Veröffentlichung

Das sind die Unterschiede von Anwenderbericht und Success Story

Obwohl Anwenderbericht und Success Story viele Gemeinsamkeiten haben, gibt es entscheidende Unterschiede. Tatsächlich ergeben sich die meisten Unterschiede aus dem Aufbau und der gewählten Publikationsplattform.

Welche Vorteile bieten Case Study und Anwenderbericht?

Der Anwenderbericht ist auf journalistische Anforderungen zugeschnitten. Hierdurch erhält der Leser eine neutrale und dennoch positive Sicht auf das Projekt. Der Bericht hilft außerdem dabei, Fragen zu Effektivität und Rendite zu beantworten. Generell ist er dafür geeignet, potenziellen Kunden das eigene Unternehmen und Leistungsportfolio mithilfe von Referenzen vorzustellen.

Die Success Story ist die konzentrierte Darstellung eines Kundenprojekts. Da sie nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht wird, kann sie auf beliebig vielen Plattformen eines Unternehmens verbreitet werden. Sie soll potenzielle Kunden bei Ihrer Kaufentscheidung positiv unterstützen und diese vom Produkt überzeugen. Allgemein richtet sie sich mehr nach dem Marketing als der Anwenderbericht.

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