So sehen Sieger aus.

Wer denkt, der Poker-Hype sei seit Jahren verklungen, der verkennt die immer noch große Fangemeinde. Zu dieser gehört auch unser Kunde Ehrhardt + Partner-Gruppe (EPG). Die Bopparder haben ein Faible für Texas Hold’em, eine spezielle Poker-Spielweise, und treffen sich entsprechend regelmäßig zu professionell gestalteten Runden inklusive Dealer (Kartenausgeber und Spielleiter). Dieses Mal waren auch wir auf Einladung der EPG dabei. Unser Chef Jochem hat selbstbewusst zugesagt und im nächsten Zug hoch gepokert: Zwei Spieler würden unter den ersten Dreien landen, denn wir hätten schließlich ein Ass im Ärmel: einen Profispieler. So die Ansage an den Herausforderer. Der einzige Haken dabei war, dass der Profispieler ein imaginärer Freund von Jochem war. Wir hatten dagegen keine Ahnung vom Pokern. Daher trafen wir uns kurz vorm Pokerabend noch zu einer Übungsrunde Texas Hold’em.

Ich hatte zum letzten Mal gepokert, als das DSF, das ehemalige Deutsche Sportfernsehen, den ganzen Tag gefühlt nicht viel mehr sendete als Pokerturniere und Pokerschule. Unter diesen Vorzeichen gab es für uns additiv-pr-Zocker nur eine aussichtsreiche Strategie: abwartend, vernünftig und hin und wieder mal unorthodox spielen! Vor allen Dingen Letzteres gelang mir sehr gut. Der Dealer am Tisch drückte es folgendermaßen aus: „Ich verstehe deine Taktik nicht. Das ergibt keinen Sinn, wie du spielst!“ Ich dachte mir: „Welche Taktik?“ Aber wenn das mal nicht meine Stärke war: unberechenbar sein und den Profis Falten auf die Stirn treiben. Zugegeben, zu folden (ein Blatt und damit eine Runde aufzugeben), obwohl ich auch hätte checken (weiterspielen, ohne einen Einsatz zu machen) können, war tatsächlich ein Fauxpas erster Güte, hatte aber den Effekt, dass unsere Mitspieler mehr als vorsichtig wurden ob meiner „Strategie“. Zu unserer Überraschung retteten drei von uns ihre Chips an den Final Table. So auch ich. Lange sah es sehr gut aus für Marius und mich. Unser Zweierbüro konnte alle Konkurrenten bis auf einen (besser gesagt eine) eliminieren. Doch mit zunehmender Spieldauer wechselte unser Vermögen zu Mara von EPG – der letztendlich mehr als verdienten Siegerin. Marius und ich belegten somit beim elften Pokerturnier der Ehrhardt + Partner-Gruppe Platz zwei und drei. Unser Neukollege Max wurde Siebter. Somit drei unter den Top 10: Damit rettete unser Büro die Ehre der Agentur – und die von Jochem, der sichtlich erleichtert war. Und es sich nicht nehmen ließ, prompt anzukündigen: Nächstes Mal holen wir alle Plätze auf dem Siegertreppchen. Bloß kein Druck, Chef!

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