Ria Guth vor Ihrem Monitor

Nach drei Jahren Medienwissenschaftsstudium in Marburg, habe ich es geschafft: Der ersehnte Bachelor-Abschluss ist jetzt in meiner Tasche, das Berufsleben kann starten. Mein Vorsatz für das neue Jahr 2021 war es, den ungemütlichen Bänken im stickigen Hörsaal zu entkommen und sie gegen meinen ersten, eigenen Arbeitsplatz einzutauschen. Eine Frage, die mir dabei allerdings begegnete: Wonach suche ich jetzt überhaupt?

Ich wusste durch mein Studium und diverse Praktika, dass redaktionelle Arbeit und journalistisches Schreiben mir liegen und, dass Volontariate, als eine Art Ausbildung für Journalisten, einen guten Einstieg in den Beruf bieten. Um im Jahr 2021 also voll durchstarten zu können, war mein nächster Schritt, erstmal eine Suchmaschine zu befragen.

Dass die Journalisten-Branche sehr vielfältig sein kann, zeigte sich mir im Suchergebnis. Um die 5.800.000 Ergebnisse spuckt Google für den Suchbegriff „Volontariat“ aus. Ich dachte mir: „Unter den mehr als fünf Millionen Treffern muss es doch auch den einen Volltreffer geben!“

Völlig unerwartet wurde ich auf meiner Suche durch den Volontariate-Dschungel im Netz fündig: additiv pr, eine Agentur in Montabaur, schreibt eine Stelle aus. Als Wäller Kind, im Westerwald geboren und aufgewachsen, kenne ich natürlich Montabaur. Erstes Interesse war somit schon geweckt und ich las weiter.

Sofort fiel mir auf, dass es sich bei diesem Volontariat nicht um die typische Stelle in einer Redaktion einer Tageszeitung handelt, die mir zunächst so vorschwebte. Stattdessen ging es um ein Volontariat in PR und digitalem Content Marketing. Ich war neugierig. Was macht ein PR-Volontär? Was genau ist digitales Content Marketing? Mit diesen Feldern hatte ich bisher kaum Berührungspunkte, was sie für mich so spannend macht. Besonders der digitale Aspekt hat mich angesprochen: In Zeiten einer Pandemie fallen Treffen, Termine und Messen meist aus. Für die Unternehmen heißt das, die Kommunikation nun besonders in das digitale Feld zu verlegen und darauf zu achten, ihre Kunden dort weiterhin zu erreichen.

Passende Antworten fand ich hier auf dem Gummistiefel Blog, wo schon andere Mitarbeiter ihre Erfahrungen geschildert hatten. Diese Eindrücke halfen mir, mich in den Alltag in der Agentur einzufühlen und mich dafür zu entscheiden, eine Bewerbung abzusenden. Die erste Hürde zum PR-Volontariat war somit schon genommen.

Die zweite Hürde stellte das Vorstellungsgespräch, für das ich kurz darauf eine Einladung bekam. Dass es kein formelles und unpersönliches Bewerbungsgespräch werden würde, wurde mir mit den ersten Fragen schnell klar. Auch die Einladung schon gleich an einer ersten digitalen Mittagspause mit allen (noch im Homeoffice befindlichen) Kolleginnen und Kollegen teilzunehmen, war ungewöhnlich, hat mir aber Gelegenheit gegeben, das Team näher kennenzulernen.

Am Ende des Tages wurde ich sogar gefragt, ob ich Teil dieses Teams werden möchte. Die letzte Hürde war somit genommen. Jetzt musste ich eine Entscheidung für oder gegen additiv pr treffen. Aber nach allem, was ich bis dahin über die Agentur gelernt hatte, fiel mir meine Entscheidung sehr leicht.

Direkt im neuen Jahr 2021, in einer spannenden Phase der Branche, als Volontärin einzusteigen und bei neuen Umstellungen und Phasen dabei zu sein, ist aufregend und eine neue Herausforderung, der ich mich nun stellen werde. Ich bin froh aus den fünf Millionen Ergebnissen tatsächlich eines gefunden zu haben, dass so gut passt. Ein echter Volltreffer!

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