Willkommen im Team

Ende letzten Jahres noch lebte ich auf einer Burg am Rhein. Als „Burgenblogger“ zog ich von der Burg Sooneck aus los, um über Land und Leute im Oberen Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz zu berichten. Wenn ich jetzt aus dem Fenster blicke, sehe ich immerhin noch die Hälfte eines Schlosses. Des einzigen mir bekannten gelben Schlosses: Schloss Montabaur. Zwar hätte mir eine Wohnung mit Blick auf das knallgelbe Wahrzeichen der Stadt auch gefallen, da war dank „Montabaur-Boom“ aber erstmal nichts zu machen. Ein Arbeitsplatz mit Schlossblick ist jedoch auch nicht zu verachten. Hat auch was Erhabenes.

Zugegeben, vom Burgenblogger zum PR-Berater ist eine große Umstellung. Schrieb ich vor kurzem noch über die Nachwuchssorgen von Fährbetrieben oder Jungwinzern, die brachliegende Weinberge rekultivieren, liegen nun Themen wie vorausschauende Wartungssysteme für Hochregallager oder Supply-Network-Software-Lösungen auf meinem Schreibtisch. Galt es bei meinen Jobs im Journalismus bisher Anglizismen zu vermeiden, werde ich nun in der PR-Spreche geradezu damit bombardiert. Ich werde wohl einige Zeit brauchen, um mich in diese mir bisher völlig fremde Welt einzugewöhnen. Aber das wird schon, da bin ich sicher. Das haben andere vor mir ja auch schon geschafft.

Was den Agenturstandort Montabaur angeht, musste ich anfangs schon feststellen, dass meine Orientierung in der Stadt nicht gerade die beste ist. Und das, obwohl ich ganz in der Nähe aufgewachsen bin. Studium und die ersten Jobs zogen mich vor zehn Jahren weg aus der Region. Jetzt gilt es also, die Heimat neu zu entdecken. Die neuen Kollegen sind da schon mal eine große Hilfe. Über kulinarische Möglichkeiten in der Mittagspause, Parkplatzoptionen und Straßen, die man zur Stoßzeit nach Feierabend besser meidet, haben wir uns schon ausgiebig ausgetauscht. Und das ist ja schon mal die halbe Miete, oder?

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