Seit Neuestem bin ich Praktikant in einer PR-Agentur. Aber was heißt das für mich? Eine gewisse Vorstellung hatte ich: tiefer in die Schreibpraxis eintauchen, Inhalte medienwirksam platzieren – PR-Arbeit eben. Aus meinem Studium der Kulturwissenschaft wusste ich, dass das Vertrauen in der PR eine große Rolle spielt. Wie das jedoch in der Praxis aussieht, konnte ich mir nicht ganz vorstellen, was die Neugierde nur steigerte. Außerdem soll mein Praktikum im Homeoffice stattfinden. Wie das? Ohne Betreuung vor Ort? Diese Sorge stellte sich schon bald als unbegründet heraus, ich habe sogar mit Inga eine eigene „Praktikumsmutter“ bekommen.

Wenn mich Freunde oder Kommilitonen fragen, welche Gründe für ein Praktikum in der PR sprechen, würde ich diese zehn nennen.

1. Der Blick über den Tellerrand

Logistik? Maschinenbau? IT? Damit habe ich als Geisteswissenschaftler nichts am Hut. Für die Kunden von additiv pr ist es der tägliche Inhalt – so auch für die Kundenberater der Agentur. Meine ersten Pressemitteilungen gaben mir eine neue Sicht auf diese recht sperrigen Themen. Schnell konnte ich mich in die entsprechenden wirtschaftlichen und technischen Aspekte der Kunden einarbeiten. Die Abwechslung zu Medientheorie oder politischer Philosophie, die ich im Rahmen meines Studiums der Kulturwissenschaft durchgekaut habe, war mir willkommen.

2. Ein breites Repertoire an Aufgaben

Sicher, viel schreiben gehört dazu. Aber wer glaubt, dass Praktikanten im Bereich PR und Kommunikation nichts anderes tun, liegt falsch. Neben dem Verfassen von Pressemitteilungen und Beiträgen ist auch viel Kreativität gefragt: etwa beim Erstellen von Posts oder einer Social Media-Kampagne. Bis jetzt hatte ich während meines Praktikums bei additiv pr noch nicht einmal Langeweile. Es gab genug zu tun, aber ohne dabei Druck zu haben. Zur Bearbeitung der Textaufgaben bleibt immer genug Zeit.

3. Herausforderungen und Verantwortung

Gleich am zweiten Tag meines Praktikums erteilte mir Inga den Auftrag, eine Pressemitteilung zu schreiben. Diese Textart war mir nicht fremd. Während eines Journalismus-Seminars hatte ich neben anderen journalistischen Darstellungsformen wie Bericht, Feature oder Interview bereits Pressemitteilungen geschrieben. Dennoch war ich überrascht und froh, dass man mir eine solche Aufgabe schon zutraute. Schließlich verfasse ich die Texte für Kunden der Agentur. Auch das Posten von Beiträgen sehe ich als Herausforderung. Sie sollten so formuliert und ästhetisch aufbereitet sein, dass sie Interesse wecken und ansprechend sind. Hierzu lerne ich zum Beispiel gerade, wie ich am besten die Buyer Personas erreichen kann, wie ich Content Seeding nutze und wie ich die Customer Journey für Interessierte gestalte. Als Teil der „Generation Y” kannte ich mich zwar schon vorher mit Social Media aus, aber nun lerne ich, wie man Posts professionell angeht.

4. Gute Betreuung

Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie meine Kollegen und Kolleginnen eine gute Betreuung eines Praktikanten im Homeoffice sicherstellen wollen. Nun bin ich überrascht, wie gut der Austausch doch funktioniert. Meine Betreuer/innen hier bei additiv pr haben immer Zeit für mich. Sie beantworten Fragen schnell und geben mir trotz Homeoffice das Gefühl, nicht allein zu sein. Ich kann mich mittels Microsoft Teams direkt und unmittelbar mit ihnen per Videochat vernetzen.

5. Teamgeist

Den Eindruck, nicht allein gelassen zu werden, bestätigen auch die wöchentlichen Teams-Besprechungen mit dem gesamten Kollegium, bei denen alle ihre Wochen-Highlights vorstellen. Das virtuelle Mittagspausentreffen sorgt für regen Austausch über Privates. Die Treffen helfen dabei, sich in der aktuellen Situation nicht aus den Augen zu verlieren. Alle aus dem Team, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren sehr nett, hilfsbereit und haben mich mit offenen Armen empfangen. Im Kollegium herrscht auch untereinander ein entspanntes, freundschaftliches Klima, was die Arbeit viel lockerer gestaltet.

6. Homeoffice

Ja, richtig gelesen! Einerseits ist es natürlich schade, keine Agenturluft schnuppern zu können, andererseits sehe ich das Homeoffice sogar als Chance, weil die Aufgaben sich von denen eines klassischen Praktikums also Blumengießen, Kaffee kochen und Kopieren – unterscheiden und ich so mehr zum selbstständigen Arbeiten animiert werde. Außerdem hätte ich sonst nicht den coolen Laptop gestellt bekommen, mit dem ich jeden Morgen virtuell die Agentur betrete. Und mal ehrlich, als Student kennt man momentan sowieso nichts anderes als die eigenen vier Wände. Die neuen Aufgaben des Praktikums sind da eine schöne und spannende Abwechslung.

7. Flexibilität

Dank der flexiblen Arbeitszeiten steht es mir frei, ob ich um sieben oder um neun Uhr mit dem Arbeiten beginne. Das reduziert den Stress deutlich und ich kann entspannt in den Tag starten. Insgesamt arbeite ich acht Stunden am Tag, freitags jedoch nur bis 14 Uhr. In den halbstündigen Mittagspausen versuche ich, meine eher improvisierten Kochkünste zu verbessern. Dann merke ich manchmal erst beim Spülen, dass die Pause doch etwas länger geworden ist. Dank flexibler Arbeitszeiten hänge ich das einfach abends dran.

8. Vereinbarkeit mit dem Studium

Wer kennt die Klischees nicht: Kulturwissenschaftler wollen alle irgendwas mit Medien machen, werden dann aber nur Taxifahrer, verhungern oder landen irgendwann alle bei Mecces. Umso glücklicher bin ich, dass ich einen so guten Praktikumsplatz ergattern konnte. Das Schöne an meinem Studiengang ist aber tatsächlich, dass die Studenten nicht bloß mit Theorie überschüttet werden. In praktischen Seminaren, unter anderem zu Storytelling und Journalismus, werden sie mehr auf den späteren Job vorbereitet. Das hat mir bei additiv pr gleich geholfen, mich besser zurechtzufinden. Das Praktikum wiederum hilft, die Studieninhalte besser zu verstehen und zu veranschaulichen, wie die Dinge im realen Leben stehen. Besonders interessant an public relations und Content Marketing ist für mich, dass ich mit einem geisteswissenschaftlichen Studium auch in scheinbar fachfremde ökonomische Sphären eintauchen kann.

9. Viel zu lernen

Schon jetzt habe ich das Gefühl, sehr viel gelernt zu haben. Das mag an den vielfältigen Aufgaben liegen, an der Recherche und am fachlichen Input, der von Content Marketing bis hin zu den Logistikthemen reicht. Wenn wenig zu tun ist, kann ich mir von Kolleg/innen aufgezeichnete Lehrvideos ansehen, in denen die verschiedensten Themen vorgestellt und erklärt werden. Das erleichtert beispielsweise die richtige Bedienung der Programme zur Bildbearbeitung oder Suchmaschinenoptimierung enorm und ich muss nicht unnötig nachfragen.

10. Macht es einfach

Praktika sind nach meiner Erfahrung sehr wichtig, um sich darüber klar zu werden, was man eigentlich mit seinem Leben anfangen und was man erreichen will. Für besonders unschlüssige Studenten wie mich ist die Erfahrung eines sechswöchigen Praktikums mehr wert als zwei Semester des Studierens. Der Einblick in die Berufswelt und der Ernst des Lebens führen immer zu wichtigen Erkenntnissen und dazu, sich mit hinausgezögerten Entscheidungen zu beschäftigen. Probiert es einfach und bewerbt euch, ihr werdet es sicher nicht bereuen.

Was also heißt es, Praktikant in einer PR-Agentur zu sein? In erster Linie heißt das, die Arbeitswelt auf vielfältige Weise zu erkunden, über seinen Tellerrand hinauszublicken, Teil eines Teams zu sein und verantwortungsvolle, interessante Aufgaben zu übernehmen. Ich bleibe gespannt und freue mich sehr auf die nächsten Wochen.

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