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26. Januar 2018

Gesunde Mitarbeiter und optimierte Produktion: Die perfekte Symbiose von Ergonomie und Intralogistik

item Industrietechnik

Logistikprozesse und Ergonomie am industriellen Arbeitsplatz ideal miteinander verknüpfen – das ist das Ziel von Ergologistik. Bei der Konzeption moderner Montageplätze wird zunehmend der Mensch in den Vordergrund gestellt und seine Arbeitsumgebung durch gezielte Veränderungen unter ergonomischen Aspekten verbessert. Mit modularen Baukastensystemen erfolgt eine individuelle Anpassung an unterschiedliche Anforderungen und Produktionsabläufe. Mitarbeiter vermeiden damit unnötige und belastende Bewegungen, was zu einer Reduzierung von krankheitsbedingten Fehltagen und einer signifikanten Verkürzung von Arbeitsabläufen führt. Ein weiteres Ergebnis dieser effizienten Symbiose von logistischen und manuellen Prozessen ist eine deutliche Steigerung der Produktivität.

In der industriellen Fertigung ist die Arbeit häufig von manuellen Tätigkeiten geprägt, die sich ständig wiederholen. Bei der Arbeitsplatzgestaltung sind Aspekte der Intralogistik scheinbar meist nicht mit ergonomischen Anforderungen vereinbar. Um effiziente Prozesse in der Logistik zu gewährleisten, müssen Arbeitsplätze beispielsweise ein einfaches Nachfüllen von Materialien ohne Hilfsmittel ermöglichen. Oft verwenden Mitarbeiter Standardbehälter an ihren Arbeitstischen, wobei deren Anordnung eine untergeordnete Rolle spielt. So sind Sichtlagerkisten häufig in gerader Linie parallel zur Tischkante positioniert. Gewicht, Frequenz der Entnahme und auch die individuelle Reichweite der Mitarbeiter bleiben dabei unberücksichtigt. Unter logistischen Aspekten sind Behälter ideal, die sich einfach transportieren, stapeln und platzsparend lagern lassen. Vorhanden sind häufig große Kisten, aus denen Mitarbeiter in umständlichen Umfüllvorgängen Kleinteile entnehmen. In diesem Fall passt sich der Montagearbeiter an seinen Arbeitsplatz an, führt unnötige Bewegungen aus und nimmt gegebenenfalls sogar Fehlhaltungen ein. Bei der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen dagegen steht die individuelle Anpassung des Arbeitsbereiches an Fähigkeiten und Proportionen des Mitarbeiters im Mittelpunkt. Neben hochwertigen Stühlen und höhenverstellbaren Arbeitsplätzen sind der leichte Transport von Behältern und Kästen, einfache Transportvorgänge und eine ideale Materialbereitstellung entscheidend. Gute Zugriffs- und Vereinzelungsmöglichkeiten von kleinen Teilen in der Greifzone der Arbeiter sind darüber hinaus Voraussetzung für eine Vermeidung unnötiger Bewegungen am Arbeitsplatz.

Ergologistik mit einem ganzheitlichen Ansatz
Ergologistik löst den Zielkonflikt zwischen effizienten Logistikprozessen auf der einen Seite und ergonomischen Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz auf der anderen Seite. Das ergologistic®-Konzept von item, dem Marktführer im Bereich Systembaukästen für industrielle Anwendungen, bezieht sich dabei auf den gesamten Produktionsprozess – von der Materialbereitstellung über den Transport bis hin zur Fertigung am Arbeitsplatz. Transportwagen mit leichtgängigen Geräterollen beispielsweise ermöglichen die sichere und einfache Bewegung selbst schwerer Werkstücke oder Materialien. Weitere Vorteile sind ein geringes Eigengewicht, eine hohe Tragfähigkeit und ein optimiertes Fahrgestell. Passende Übergänge erleichtern die Weiterleitung der industrieüblichen Behälterformen vom Transportwagen an die Arbeitsstationen. Regale mit tiefgestelltem Rand sind von der Nachschubseite aus barrierefrei zu befüllen. Sichtlagerkisten und Behälter werden auf mehreren Ebenen angeordnet. Sie rutschen auf einer geneigten Fläche automatisch nach vorn und ermöglichen einen schnellen Materialnachschub in effizienten Mengen. Im manuellen Arbeitsbereich kommen Greifschalen zum Einsatz, die direkt in das Anschlagprofil der Tabletts oder die Profilnut vor der Sichtlagerkiste eingehängt werden und als Vereinzelungsflächen für Kleinteile dienen. Mitarbeiter können die Greifschalen nach Bedarf einfach abnehmen und direkt auf der Arbeitsfläche platzieren. So wählen sie je nach Arbeitssituation die für sie angenehmste Entnahmeart. An der Unterseite angebrachte Elastomere sorgen für einen sicheren Stand der Greifschalen. Die ergonomische Form des Randes und die Rillen am Schalenboden führen zu einer sicheren Entnahme auch kleinster Bauteile. Diese spezielle Form unterstützt das gezielte Greifen, sogar aus verschiedenen Winkeln heraus. Unterschiedliche Farben erleichtern die optische Unterscheidung des Inhaltes. Ein durchgehendes Beschriftungssystem ermöglicht ein ergonomisches Beladen und Entnehmen von Kleinteilen ohne die Gefahr der Verwechslung. So erfolgt eine optimierte Bestückung und Vereinzelung selbst kleinster Bauteile unter Vermeidung von unnötigen und belastenden Bewegungen.

Effiziente Produktionsabläufe
Optimale ergonomische Ausführungen der Arbeitsplätze in Verbindung mit Intralogistikprozessen sind eine grundlegende Voraussetzung für effektive Produktionsabläufe. Zum einen steht Material mittels Transportwagen in Standard-Sichtlagerkästen bereit – es erfolgt eine schnelle und einfache Übergabe von Teilen an die manuellen Arbeitsstationen, wobei umständliches Umfüllen entfällt. Zum anderen führt die effiziente Bereitstellung und Vereinzelung der Bauteile zu Prozessoptimierungen und damit deutlich verkürzten Produktionszeiten. Das schnelle Vereinzeln von C-Teilen durch den Einsatz der ergologistic®-Greifschale beispielsweise ist deutlich effektiver als die unpraktische Entnahme von Kleinteilen aus einer vollen Kiste und die intuitive Anhäufung von Material auf dem Arbeitstisch. Auch entfällt das Risiko der Vermischung und Verwechslung von Teilen. Im Übergangsbereich von Intralogistik zu einem ergonomischen Arbeitsplatz sorgt das Konzept von item somit für deutlich effizientere und sicherere Arbeitsabläufe.

Integration und Kompatibilität
item ergologistic® punktet durch die einfache Integration in bestehende Systeme. Beispielsweise lassen sich die Greifschalen in jede Nut 8 einhängen. Schon vorhandene industrieübliche Sichtlagerkästen finden weiterhin Verwendung und werden mit den item-Produkten kombiniert. Grundsätzlich erlaubt die Kompatibilität mit dem item Baukastensystem mit mehr als 3.500 Teilen eine perfekt an die Mitarbeiter angepasste Gestaltung der Arbeitsplätze. So sind beispielsweise die Greifschalen auch mit Schwenkarmen kombinierbar. Der Mitarbeiter stellt damit seinen Arbeitsplatz auf den persönlichen Greifraum ein. Über die nahtlose Integration in das Baukastensystem von item hinaus sind aber auch klassische, bestehende Arbeitsplätze durch entsprechende Aufsätze mit Ergologistik-Komponenten erweiterbar. Permanent entwickelt item neue Produkte im Bereich der Ergologistik, prüft und bewertet diese dabei aber immer unter ergonomischen und prozessoptimierenden Gesichtspunkten. Damit verfolgt das Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz, um die manuelle Produktion von der Logistik bis zur eigentlichen wertschöpfenden Tätigkeit mit bestmöglicher Effizienz ergonomisch zu gestalten. Neben Komponenten zum Vereinzeln von C-Teilen und Schwenkarmen zur Bereitstellung von Material oder Werkzeugen steht dabei auch die Beleuchtung im Fokus, da sie einen erheblichen Einfluss auf die physische und psychische Entlastung der Mitarbeiter sowie die Höhe der Fehlerrate hat.

Verknüpfung von Lean Production mit Ergologistik
Ergologistik in Verbindung mit Lean Production? Was sich auf den ersten Blick zu widersprechen scheint, steht jedoch klar in einem Zusammenhang. In einer modernen Auffassung der Leanphilosophie nimmt der Mensch eine zentrale Stellung ein. Ignorieren Unternehmen ergonomische Aspekte bei der Arbeitsplatzgestaltung, ist dies eine Form der Verschwendung, da die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters nicht in vollem Umfang genutzt werden kann. Nur die langfristige Entlastung der Mitarbeiter führt zu bestmöglicher Effizienz. Konkret lässt sich die Verbindung von Ergologistik mit Kriterien der Lean Production am Beispiel der Greifschale erklären: Indem der Mitarbeiter die Greifschale direkt auf seinem Arbeitstisch platziert, entfallen überflüssige Wege, die im Sinne der Leanphilosophie als Verschwendung angesehen werden. Das führt zu verkürzten Produktionszeiten. Ein weiteres Beispiel ist die prozessorientierte Gestaltung von Transportwagen oder Regalen, die zum einen eine effiziente Materialbereitstellung gewährleisten und damit Abläufe verbessern sowie Bestände reduzieren. Das Ergebnis ist im Sinne der Leanphilosophie ebenfalls eine Vermeidung von Verschwendung. Da durch die Bestandsverringerungen weniger Gewichte bewegt werden müssen, erfolgt zum anderen eine direkte Entlastung des Mitarbeiters. Jede Verkürzung von Wegen führt zusätzlich zu einer Reduzierung von Verschwendung und einer Verbesserung der Arbeitssituation. Ein weiteres Anwendungsbeispiel für die Verbindung von Lean Production und Ergologistik ist die Konstruktion des FIFO-Wagens von item. Durch einen zweigeteilten Neigungsverlauf der Rollenbahnen werden die Kisten an der Material-Entnahmestelle dem Benutzer mit der Öffnung zugewandt. Diese Anordnung erleichtert den Einblick und die Entnahme von Teilen aus dem Behälter. Das Ergebnis ist eine Entlastung des Mitarbeiters bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Karakuri als zentraler Bestandteil der Leanphilosophie führt durch die intelligente Low-Cost-Automatisierung von Abläufen ebenfalls zu deutlichen Verbesserungen der Arbeitsumgebung. Investieren Unternehmen bei der Arbeitsplatzgestaltung in Ergonomie, zeigt sich dies langfristig in einem sehr guten Return-on-Invest. Durch höhenverstellbare Arbeitstische, optimale Beleuchtung und eigens entwickelte Komponenten zur Bereitstellung und Vereinzelung von Kleinteilen erfolgt eine Anpassung des Arbeitsbereiches an den Mitarbeiter, nicht umgekehrt. Für diese ideale Umsetzung ergonomischer Prinzipien erhielt das Arbeitsplatzsystem von item daher auch das AGR-Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken.

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